Band 
Dritter Band.
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der vorzüglichsten Handelsplätze, 5'yK

Vom Getreidemaß hat 1 Winspel 2 Malter. 24^ Scheffel, SS Vier-tel, 384 Wetzen, 1536 Mäßchen. Der Dresdner Scheffel, welcher jetzt dasallgemeine Maß für ganz Sachsen ist, halt 541S Franz. Kubikzoll.

Nach Chelius halt der Dresdner Scheffel 5238 Franz. Kubikzoll, oderIgz,g Liter, und der Scheffel Elb- oder Waffermaß 5320 Kubikzoll, oder105,53 Liter.

Vom Weinmaß wird 1 Fuder zu 2ß Faß, 12 Eimer, 75S Kannen,1512 Nößel, S048 Quartier Leipziger Schenkmaß gerechnet. Die LeipzigerKanne halt so,7, die Dresdner aber, wonach man gewöhnlich rechnet, 47^Franz. Kubikzoll.

Im Kleinen sind 5 Dresdner Kannen circa 4, und 2S Kannen genau21 Berliner Quart.

Außerdem rechnet man das Orhoft Franzwein und Pontac zu 2K Leip-ziger, oder s Dresdner Eimer; das Oxhofl Franzbranntwein zu 3 Leipziger,oder 3ß Dresdner Eimer; die Ohm zu 2 Eimer, oder 4 Anker, ä 27 Vifl»-und 32 Schenkkannen, auch wohl zu sijLeipziger und 3S Dresdner Kannen.

Das Gebr Lüde Bier wird in Dresden zu 24 Faß, a 2 Viertel, 4Tonnen, 7 Schockkannen, 280 Visir- und 420 Dresdner Kannen; in Leipzigaber zu 16 Faß, a 2 Viertel, 4 Tonne«, 300 Kannen Leipziger Schenk-maß gerechnet. 1 Kufe hält 2 Faß, 1 Eimer 72 Kannen.

Vom Handelsgewichtwird der Centner, von 5 Stein, ä 22 Pfd.,zu 110 Pfund Handelsgewicht, 102 Pfund Fleischgewicht, 114 Pfund Berg-gewicht, und lis Pfund Stahlgewicht gerechnet. 1 Waage Eisen hält 44Pfund. Das Pfund Hanbelsgewicht hält nach Chelius S72S,S5 (richtiger4K7,1S7 Grammen oder 9^21,1 )Holl. As.

Das Dresdner Pfund wiegt 466,89 Franz. Grammen, oder 4715,3Holl. As.

Gold- und Silbergewicht ist die Kölnische Mark (m. s. Köln a.R.), welche hier besonders noch in 4422 Ducaten - As getheilt wird. DieGoldprobe ist 24 Karat, a 12 Gran; Silber 16 Loth, ü 18 Gran. Ver-arbeitetes Silber halt 12 Loth fein, und ist mit zwei kreuzweise gelegtenSchwertern bezeichnet. Das Diamanten - und Perlengewicht wird in Karatezu 4 Gran, oder am gewöhnlichsten in ganze, j, j, H, ^ und ^ Ka-rate eingetheilt.

Bei dem Garnhandel wirb 1 Stück Baum- und Schafwollen-Garnzu 4 Strehn oder 4 Ellen um die Weife, oder zu 12 Jakl oder Jaspel, ä 2l)Gebind, ä 20 Faden; 1 Stück Leinen Garn aber zu 6 Strehn, 12 Jaspel,240 Gebind, 4800 Faden, 19200 Ellen gerechnet.

Sächsische B l e ch e, in Fäßchen von 450 Platten, werden nach Garnitu-ren gerechnet; 1 Faß Kreuz- und 2 Fäßchen Vorder- oder Futterbleche machen1 Garnitur aus.

Die Messen werden an dem Tage, an welchem sie angehen. Mittags um12 Uhr eingeläutet, 8 Tags nachher aber, um eben diese Zeit, wieder ausge-läutet. Dies ist also die eigentliche Meßzeit. Die folgenden 8 Tage heißendie Aahlwochs, und die mancherlei Meßgeschäfts dauern zusammen wohl andrei Wochen.

In den ersten 4 Tagen nach dem Einläuten der Messe wird die Accepta-tion der Wechselbriefe gesucht, wobei man in der Neujahrsmeffe längstens bis