Briefe an Bonstetten.
Stärke der billigen und vernünftigen Partei da-selbst nicht genugsam kenne, um zu beurtheilen,ob und was Gutes geschehen kann. Indessen wäreich für die Maßregeln der Mäßigung; diese sind,wo keine Revolution ist, die besten, und könnenihr vorbeugen; hingegen halte ich sie da, woeinmal Revolution ist, für die schlechtesten: dannmuß man für eine Partei entschieden, ertremseyn und ihr auch viel vergeben; weil man sonstdas Opfer von beiden ist, und im Loben des En-thusiasmus eine so schwache Stimme dennoch un-hörbar und unwirksam bleibt.
Uebrigens habe ich für die Schweiz die besteHoffnung. Den auswärtigen Stürmen auszu-weichen, hat man seit 300 Jahren bis zu einergewissen Perfection gelernt: innern vorzukommen,dazu halte ich die Regierungen (welche auch hierinBeispiele der Väter haben) für verständig, undunser Volk für noch bieder genug, um den Werthihres guten Willens zu fühlen.
Doch — zur Historie.
Vorläufige Anmerkung.
Es gibt keine Chronologie von der Erschaffungder Welt bis auf uns. Denn was Moses, dereinige, bei welchem eine vorhanden schien, in sei-nem ersten Buch von den Jahren der ältestenStamwväter sagt, ist Genealogie, und insolchen pflegen die Morgenländer mehrere Gliederauszulasten, und nur der Hauptpersonen Erwäh-nung zu thun.
Die Chronologie der Juden fangt eigentlichmit Abraham an: von dem an hat sie bestimmtePerioden.
Die der übrigen mit unserer Historie rn nähe-rer Verbindung stehenden Volker nimmt ihren
An-