Briefe an Bonstetten.
315
Er ist Achilles und Homer,
Der Musen Wunsch und Liebe,
Der, wenn er deutsch erzogen wär'.
So schön wie Geßner schriebe;
Der von dem König nie die Pflicht des Menschen trennt,Und immer über sich Gott und Gesetz erkennt;
Der, war ein Schmeichler spricht, mir Abscheu sprechen
höret,
Und, als ein Sokrates der Fürsten, herrschen lehret;Der der Gerechtigkeit
Auf ihrem Stuhle nie mit seinem Scepter dräut,
Und zur Beförderung von seines Volkes WohlGanz Titus und ganz Antonin,
Nicht will, daß sie vor ihn,
Die Wage sinken lassen soll.
Der in das Reich der Wahrheit dringtWie in des Feindes Land,
Und sich wie seinen Feind bezwingtMit Aristotelis Verstand.
Der ohn' ein einzigmal im Herzen zu erzittern,
So wie ein Fels in UngewitternIm Kreis von Feindes Heeren stand,
Im Herzen Löwen»,»th und Bücher in der Hand,
Sah er den rechten Punkt zu schlagen und zu siegen;
So mußten d'Alembert, Voltair' und Plato fliegen.
Und er flog auf den Feind; eh er Svubisen schlug.
Da war ein Aug' auf ihm und eines in dem Buch,
Ungedruckt ist obiges; buchstäblich wahr istfolgende Stelle Gleims in den neuen Kriegslie-dern: Der König bei der Abreise aus Berlin.
Gebrochen, sprach er, ist der Bund;
Recht, sprach er, wird Gewalt;
Wir sehn uns wieder, sprach er, undMit Gottes Hülfe bald.