Gesetze und Interessen der Menschen. 109
fürchten zu müssen, besteht darin, daß man ihnenWürden gebe; durch welche Distinction sie belohnt,und die künftigen Geschlechter aufgemuntert wer-den, solche Verdienste in solcher Zahl zu erwerben,daß dadurch die Furchtbarkeit derselben vermindertwerde, indem einer über den andern wacht.
198.
2» Friedenszeiten werden große Männer inRepubliken nicht geachtet, der Neid halt sie nie-der. Dieß ist die Ursache, warum Republiken vollgroßer Männer unruhig sind, Rom die Welt er-obert, Aihen die Herrschaft zur See und im Luruserhält, England seine Könige absetzt, Republikenohne große Männer keine Unruhen haben, und großeMänner billig in Ephesus nicht gelitten werden.
199.
Geistliche und andere usurpirte Güter sollennicht verkauft, können dafür verdienten Männernzur lebenslänglichen Nutzung überlassen werden.
300.
Seit so vielen Entweihungen hat die Ehre,vormals die beste Münze, zumal in armen Frei-staaten, ihren Curs in Bezahlung der Verdienstezu sehr verloren.
201 .
Die Denkmäler der Alten wecken derselben Geist,ihrer Menge wegen, in Italien nicht mehr auf;ellenlange Inschriften über die unwichtigen Thateneines kleinen Fürsten sind nicht seelerhebend.
202 .
Von Ostracisme», Petalismen, Mäzenund andern Mitteln gegen verdächtigeoder übermüthige Bürger.
Die Wuth des Volkes muß wie das unterirdi-sche Feuer über einen einigen Gegenstand ausbre-