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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Beobachtungen über Geschichte,

262 .

Die allzugroße Aehnlichkeit gefällt, nach Sul-zer, selbst an Marmorbildern nicht, und es miß-fallen die allzuähnlichen Wachsabgüsse: so die Na-tur und Popularität des Ausdrucks ohne Grazieund Délicatesse.

263 .

Nur in den Zeiten der Abenteuer gefiel dasUngewöhnliche, Schwere und Unähnlich-ähnliche;ober Cäsars Bücher dauern ewig.

264 .

Wir trachten, die Natur zu kennen; die Altenfühlten und malten sie.

265 .

Das, Deutsche ist noch nicht unter der Herr-schaft einer Akademie; desselben ewige Rhetrenwerden erst noch in der Werkstatt des deutschenGenic's ausgearbeitet.

266 .

Der, welchen die großen Gegenstände der po-litischen Geschichtschreibung ganz begeistern, drücktsich kalt aus.

267 .

Viele Geschichtschreiber gleichen prächtigen Pa-lästen, in welchen Armuth wohnt; viele Schweizer-Annalisten sind den Wohnungen der Bernerbauerngleich, mit Stroh bedeckt und mit Reichthum an-gefüllt.

268 .

Ich sah ein kostbares Kamin, es gab aber Rauchstatt Wärme; dieses Kamin, sprach ich, gleicht derheutigen Geschichtschreibung der Franzosen.

269 .

Man kann eine Gegend verschönern; sie aberzu gründen, ist in der Natur unmöglich und inder Geschichte nicht erlaubt.

270 ,