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Beobachtungen über Geschichte,
262 .
Die allzugroße Aehnlichkeit gefällt, nach Sul-zer, selbst an Marmorbildern nicht, und es miß-fallen die allzuähnlichen Wachsabgüsse: so die Na-tur und Popularität des Ausdrucks ohne Grazieund Délicatesse.
263 .
Nur in den Zeiten der Abenteuer gefiel dasUngewöhnliche, Schwere und Unähnlich-ähnliche;ober Cäsars Bücher dauern ewig.
264 .
Wir trachten, die Natur zu kennen; die Altenfühlten und malten sie.
265 .
Das, Deutsche ist noch nicht unter der Herr-schaft einer Akademie; desselben ewige Rhetrenwerden erst noch in der Werkstatt des deutschenGenic's ausgearbeitet.
266 .
Der, welchen die großen Gegenstände der po-litischen Geschichtschreibung ganz begeistern, drücktsich kalt aus.
267 .
Viele Geschichtschreiber gleichen prächtigen Pa-lästen, in welchen Armuth wohnt; viele Schweizer-Annalisten sind den Wohnungen der Bernerbauerngleich, mit Stroh bedeckt und mit Reichthum an-gefüllt.
268 .
Ich sah ein kostbares Kamin, es gab aber Rauchstatt Wärme; dieses Kamin, sprach ich, gleicht derheutigen Geschichtschreibung der Franzosen.
269 .
Man kann eine Gegend verschönern; sie aberzu gründen, ist in der Natur unmöglich und inder Geschichte nicht erlaubt.
270 ,