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Johannes non Müller Briefe.
unsern ßeiten der Nachwelt einen richtigen Begriffbeizubringen. Ein Journal, das i) alle wichti-gen Producte der Deutschen, 2) die wichtigsten ,Werke der Ausländer, im Geist der Literaturbriefe jreceusirte, wäre unvergleichlich. (In der Schweizhat jemand ein solches Project gehabt.) Die An- ,zeige aller Bücher gehört auch mehr in eine ge- ilehrte Zeitung, als für ein Journal, das manin hundert Jahren »och lesen soll. Vergeben Siemir, mein Herr;, wenn ich Ihnen zu fteimnthig 'schreibe, und glauben Sie nur, daß ich in Ihnen !nicht sowohl den Archivarius der deutschen Litera- îtur, als vielmehr den Freund verehre, den Pa-trioten, dem jeder Vorschlag zur Aufklärung derRation willkommen ist. — 1
In einem spätern Briefe vorn 2t Aug. 1772 !
sagt M. noch ferners hierüber:
„Zwei Dinge wünschte ich: i) Ihre Recensionensind zu lang und zu kurz. Zu lang — oft bei un-wichtigen Büchern, die keinen Menschen als nurgeborn« Einfaltpinsel verführen können. Sollte»nicht die weitläuftigern Anzeigen für solche Büchereigentlich gehöre», die in ihrer Art Epoche ma- i
chen, die auch nur neue Idee» geben, neue !
Plane entwerfen? 2 ) Alle Patrioten, auch alleRecensenten bei der Bibliothek sollten gemeineSache gegen alle die Schriftsteller machen, welche,zur Schande unserer Nation, ewig nur nachah-men. Wir sollten endlich einmal alle auf Origi-nalität der Gedanken und des Ausdrucks dringen. ^Man sollte es in den Plan der Bibliothek verwe-ben, die Originalgenies, sollten sie auch ent-setzlich irren oder anfänglich mit vielen Fehler»schreiben, zu unterstützen und zu ermuntern. I»diesem Stück und überhaupt im Enthusiasmus fürdie Freiheit bin ich ganz Britte. Das ist's, was