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Johannes von Müller Briefe.
sich Newtons Optik auf Erperimente gründenmußte. Ich weiß keinen Menschen im Stand,mir solche .Annales generis humani zu schreiben,als Sie, und die größte Frage ist, ob Sie esthun werden? Ich nehme also in derselben Er-manglung die großen Alten, die Hauptgeschicht-schreiber der Neuern und besonders die großenSammlungen zur Hand, und — observire.. Opusaggredior opimum casibus, atrox proeliis, dis-cors seditionibus, ipsa etiam pace sacvum. In25 Jahren sehen Sie eine Entwicklung dieserIdeen. Wenn ich diesen Plan und die Erforder-nisse desselben bedenke, so schaudert mir bei demGedanken, wie ein Basedow, ein Rousseau, wiemanch flüchtiger Franzose, wie ein Wieland überdie Politik zu schreiben sich unterstehen. AlleBeobachtungen, welche ich seit dem ersten Iuniusüber diese Sachen mache, zeichne ich nach demRath, welchen Bonnet mir gegeben, in ein gro-ßes Buch, und habe schon über tausend Dingebemerkt. Ich thue leise zu dem allem, undschreibe dessen ungeachtet ganz getrost die Schwei-zer Chroniken ab.
Zwar kenne ich den ganzen Werth der Géné-ralisation der Ideen, welche Sie, Montesquieuund Tacitus besitzen, und welche die Sucht auf-blühender Genie's wird. Ich trachte auch selbstdarnach, will sie aber in Zukunft den Leser nichtzu viel merken lassen, auf daß er nicht erschrecke;sondern, wie Sokrates, durch die Details undGemälde und Beobachtungen, durch lachende Flu-ren, ihn selbst dazu, zu dem Tempel der wahrenWeisheit, führen; studire darum auch die Kunstzu schreiben.
Man singt und sagt viel von einigen Jüng-lingen, welche der Geschichte und der ganzen Li-