Johanne- von Müller Briefe.
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Haltung, sogar die Erhaltung ihrer gegenwärtigenFormen ist, indem ich die Ruhe in der Schweizfür nothwendig halte, zur Behauptung der uraltenFreiheit, welche unsere Vorväter uns hinterlassenhaben; zumal ich die Aristokratie ohnedem für diebeste Rcgiernngsform eines bürgerlichen Gemeinwe-sens halte. Man hat mich sehr gebeten, demBuchhändler Emanuel Haller zu Bern dieses Werkzu überlassen. Weil aber in verschiedenen Aristo-kratien sogar alles Reden und Schreiben über dieVerfassung von den Schutzherren des Staatsgeheim-nisses und anderer abergläubischen Einbildungen alsein Staatsverbrechen angesehen wird, so habe ichdiesen Buchhändler gewarnt, er soll mein Werknicht unter der Aufschrift Bern lassen drucken.Nun er meinem Rath nicht Folge geleistet hat,aber der Censor überdem stobst auch vor Zeiten einesogenannte Schweizerhiftvrie,Oat lassen drucken, soist erfolgt, daß von lehterm drei der wichtigstenCapitel verboten worden sind- , Ich hatte dem Buch-händler vorhergelagt, daß meine Ahsicht nicht sey,Fragmente eines Buchs oder das Buch eines an-dern, sondern ein Buch, und zwar das meinige,drucken zu lassen. Da er dieses nicht thun kann,halte ich für klüger, mich an jemand zu wenden,in dessen Land mehr Freiheit als hier, über diesenArtikel, herrsche; überhaupt hätte ich gleich anfäng-lich dieses thun sollen; denn kannte ich nicht dieRepubliken, und wie sie immer in ihrer eigenenSache richten wollen! Sie, mein werther Freund,bitte ich, mir zu melden, ob nicht Sie den Druckdieses Werks übernehmen wollten? u. s. w. *)
*) Hr. N i c o lai entschuldigte sich, daß bis aufOstern 1779 seine Pressen genug beschäftiget seyen.