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Johannes von Müller Briefe.
mit uns, wie die Sonne des Mittags, wenn ichdieses ausarbeiten und darstellen könnte. Ingroßen Sachen ist schon das Wollen eine Befrie-digung : also, wenn es nicht geschieht, schließe ichdaraus, die Ausführung wäre schlechter geworden,als ich denke; das weiß der, welcher die Zukunftwie das Vergangene und alle Möglichkeiten wiedas Gegenwärtige sieht. Leben Sie wohl, Sieund Ihre würdige Hälfte und Ihre Kleinen, dieich sehr liebe. Schicken Sie gelegenheitlich meinemBruder dieses Briefchen, gedenken Sie mein undlieben Sie mich, wie ich Sie. I. M.
Nach Göttingen ginge ich, denn von da ließesich guter Samen weit und breit streuen: aberSchlözer, so viel ich weiß, bleibt. Schreiben Siemir doch, wenn Sie können; es ist wahrlich eineWohlthat für meine Seele, denn ich liebe Siesehr.
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An Herrn Friedrich Nicolai in Berlin.
Castel, l Sept. 1782 .
— Ich müßte kein freier Mann, kein erträg-licher Geschichtschreiber, kein Mensch von einigemGefühl seyn, wenn mich, nach der Betrachtung sovieler alten Staatsverändernngen, die, welche sichnun zubereiten, kalt gelassen hätten; vielmehrhabe ich mir von dem Zustand gegenwärtiger Ge-schäfte und von der Zukunft, welche sie uns ver-sprechen oder drohen, einen mvglichstklaren Begriffzu machen gesucht, und mochte das Resultat vondiesen Untersuchungen allen tugendhaften Bürgerneinprägen. Sollten also über die allgemeine