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also verhalten, daß männiglich unser Mißfallen soll zu vermerkenhaben. Und wollen über dieß alles Eure unterthänige Treuenicht allein zu gnädigem Gefallen vermerken, sondern die in keinVergessen stellen. Hierauf versehen wir uns, Ihr werdet Euchdermaßen erzeigen, daß wir es vor nichts anders denn davor zuhalten, daß Ihr uns mit echten Treuen zugethan und bei unsdasjenige zu thun geneigt, das Eure Unterthänigkeit Pflicht undTreue erfordert. Daran thut Ihr unsre gefällige und gänzlicheMeinung.
Der Stadt ist es nun zwar, wie Möller schreibt, schwerangekommen, doch hat man sich bemüht, das Geld aufzubrin-gen und deswegen noch dieses Jahr Dienstags nach Franzisci4000 Gulden und Sonntags nach Ursula' 8000 Gulden, dasübrige aber bis an 21000 Gulden folgenden Jahres ausgezahlt,wozu E. E. Rath das Meiste vom gemeinen Gute zahlen mußte.Dabei fehlte es auch nicht an andern Ausgaben und Opfern.So mußten noch in demselben Jahre am6. Novbr. etliche Schanz-gräber von hier ins Lager vor Magdeburg, welche Stadt Moritzeben belagerte, geschickt werden. Auch machten die Einquar-tirungen, wie z. B. 1352, wo Moritz zwanzig Fähnlein Knechteauf ein Nachtlager einbrachte, nicht geringe Unkosten, um diefürstlichen Besuche hier nicht zu erwähnen, welche den Bürgernnicht selten zugleich eine erwünschte Zerstreuung darboten. Soerzählt Fleischer, wie 1548 Donnerstags nach Bartholomäi derHerzog August mit dem Markgrafen Albrecht nach Frcibcrg mit250 Pferden gekommen und wie sonderlich der Markgraf garlustig gewesen sei und viel Affenspiel auf dein Scbloffe getriebenhabe. Desgleichen war den 30. Jul. 1540 der Churürst Moritzmit dem König Ferdinand und dessen 2 Prinzen, so wie demChurfürsten Joachim von Brandenburg, dem Bischof von Granund etlichen andern Fürsten und Herren, kurz mit 500 Pferdenin der Stadt angekommen und halte mit diesen Herren 8 ganzeTage hier verweilt. Sie waren, wie Fleischer erzählt, gar gu-ter Dinge mit Jagen, Raufen, Stechen und Panketiren. Aufdem alten Markte wurde unter andern eine Stechbahn mitSchranken errichtet und ein Turnier gehalten. Den Bischof,welcher für Ferdinand in einem Hause am Markte papistische