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Zweiten Theiles Erster Band.
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um hier die Ankunft der Hauptmacht des Corps des FcldzcugmeistcrsGyulai zu erwarten.

In der Nacht zum 14. Januar unternahm der Marschall Morticr,dessen Truppen*) es waren, welche Langrcs besetzt hielten, gegen dieDörfer Chalcnay und MontlauLon eine Erkennung, weil ihm daran liegenmußte, zu wissen, ob er eine bloße Avantgarde oder ein ganzes Corpsgegen sich habe. Beide Dörfer wurden genommen und die österreichischenVorposten gezwungen, sich zurückzuziehen- Beim weiteren Vordringen fandaber der Marschall den Vorkrab unter dem General Hecht in Schlacht-ordnung aufgestellt, und ein Angriff, den dieser mit dem DragoncrregimcntcRoscnbcrg, unterstützt von einer Cavallcriebattcrie, anordnete, gelang sovollständig, daß die Franzosen wieder zum Rückzüge nach Langrcs genöthigtwurden-

Was den Grafen Thurn betrifft, so war derselbe am 13. auf demMarsche von Champlitte gegen Langrcs hin begriffen. Bei Chassigny stießer auf eine Abtheilung französischer Gardcrcitcr, die er angriff und bisPcrcey zurückwarf. Hier nahm sie Stellung und wollte sich, unterstütztdurch einige frische Strcitkräftc, behaupten. Aber die baierischcn Jäger unddie österreichischen Husaren vom Rcgimcntc Erzherzog Ferdinand warfen siezum zweiten Male und trieben sie bis Longcau zurück. Gegen Langrcsselbst etwas zu unternehmen, war das Streifcorps des Grafen Thurnnatürlich viel zu schwach**).

Am 14. Januar begann das Corps des Grafen Gyulai vor Langrcseinzutreffen, vereinigte sich daselbst die beiden folgenden Tage, und rüstetesich für den 17. zum Angriffe. Der Marschall Morticr, in seiner linkenFlanke durch das vorrückende vierte Armeecorps des Kronprinzen vonWürtemberg dergestalt bedroht, daß er Gefahr lief, von Chaumontabgeschnitten und für die übrige Zeit des Fcldzugcs außer die Operations-linie der französischen Armee geworfen zn werden, vertheidigte Langrcs nickt,sondern zog auf Chaumont zurück. Die Oesterrcicher rückten, sobald siedies bemerkten, in Langrcs, das die Nationalgarde, als sie sich von derKaisergarde verlassen sah, gleichfalls nicht vertheidigte, ein, machten einigehundert Gefangene***) und erbeuteten zwölf Geschütze.

Sechste Colonne.

Die fünfte große Abtheilung des Haupthecres, die baierische Armeemit einem österreichischen Corps, unter des Grafen Wrede Oberbefehl,ging bei Basel über den Rhein ff). Schon in der Nacht vom 21 . zum22 . December hatten die Würzburgischcn Truppen die Festung Hüningen

*) Siehe S. 169 dieses Theiles.

Plotho, III. 20. illocll, I. z>. 84.

***) Nach lived, I. 84, war der Oberst Simon mit 59 Grenadieren und 125 anderenInfanteristen von dem Marschall Markier in Langrcs zurückgelassen worden. VonKanonen schweigt Hock, allein es muß Geschütz zurückgeblieben sein, da er ja selbsterzählt, daß man in Betreff der Vertheidigung von „einigen Lagen" aus dieNationalgarde gerechnet habe.

ff) Dem Grafen Wrede war auch das österreichische Strcifcorps des OberstenSchcibler zugewiesen, welches um zwei Kosakenpulks verstärkt worden war.