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Da nun sowohl der Kronprinz von Würtcmbcrg über den Rheinging, als auch der General Bianchy die Blocadc von Bcfort übernahm*),bekam der Graf W rede freiere Hand, und begann seine Angriffsbcwcgungcn.Am 2 . Januar 1814 marschirtc der General Ellbracht mit sechs Schwa-dronen und einer scchspfündigcn Batterie von Ranzwillcr und Kotzingennach Ungcrshcim und Fcldkirch; der General Dcla motte, der am Tagezuvor seine Division bei Altkirch zusammengezogen hatte, nach Hartuianns-willcr und Bcrwillcr; der General F-rimont sammelte sein Corpszwischen Sulz und Ruffach; Wrcde selbst verlegte sein Hauptquartier nachCernay, während General Beckers mit fünf Bataillonen und zweiSchwadronen vor Hüningcn zurückblicb, General Pappcnhcim aber mitzwei Bataillonen noch Basel beseht behielt. Zur Unterstützung dieserAngriffsbcwegung des baicrischcn Feldherrn nahm der Kronprinz vonWürtcmbcrg bei Ensisheim eine Stellung, deren äußerster linker Flügelbei Maienhcim mit dem Corps des Generals Frimont in Verbin-dung stand**).
Am 3. Januar setzte Graf Wrcde seine Angriffsbewcgnng in derRichtung von Colmar fort, wo nach einem kurzen Gefechte des NachtrabcsMilhauds mit dem Vortrabe Frimonts zuerst das Corps des letzt-genannten Anführers, dann die Division des Generals Dclamottc,endlich die Reitcrgeschwadcr des Generals Ellbracht einrückten. MUH audzog sich gegen St. Maric-aux-Mincs zurück, General Frimont aberschob noch denselben Tag die Spitze seines Vortrabcs bis Guemar vor,besetzte links den Kaisersbergcr Engpaß, rechts entsendete er Parteien nachMarkolsheim. Gleichzeitig mit diesen Bewegungen war das Corps desKronprinzen von Würtcmbcrg von Ensisheim gegen St. Croix undgegen Ncubreisach vorgegangen. Und auch die Reiterei des GrafenPahlen vom russischen Corps des Generals Wittgenstein, welchesam 3. Januar beim Fort Louis über den Rhein gegangen war, suchtegegen Schlcttstedt hin die Verbindung mit dem Corps des Grafen Wrede,der an diesem Tage sein Hauptquartier nach Colmar verlegt hatte.
Diesen zahlreichen Streitkräftcn nun sollte das Corps des MarschallsVictor das Vordringen wehren. Zwar hatte derselbe im December sicbzchn-bis achtzchntausend Recrutcn erhalten, sie aber zum größten Theile in dieFestungen Landau, Straßburg, Schlcttstedt, Dreifach, Hüningcn und Bcfortwerfen müssen, so daß seinem Corps diese Verstärkungen eigentlich gar nichtzu Gute gekommen waren, es vielmehr nur so viel Streiter zählte alsfrüher, nämlich acht- bis neuntausend Mann***). Victor mußte, wenn
*) Siehe S- 133 dieses Theiles.
**) Der österreichische Oberstlieutenant Graf Thurn (siehe S. 134) war miteiner Schwadron Erzherzog Ferdinand Husaren und zwei Pulks Kosaken dem GeneralWrcde untergeordnet, und dieser hatte demselben die erste Schüßencompagnie desdritten Linieninfanterieregimcntes und die erste Compagnie des zweiten leichtenJnfanteriebataillons zugetheilt. Mit diesen Truppen nun führte Graf Thurn vom1. Januar an die schon erwähnten Streifzüge in die Vogesen aus, um die linkeFlanke des österreichisch-baierischen Heeres zu decken. Völderndorff, IV. 8. 24.
***) Völderndorff, IV. 8. 26. Ikucli, I. z>. 90. „In dieser peinlichen Lage,"sagt der Leßtere loca citato, „und besorgt über die Verantwortlichkeit, die auf ihm