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Zweiten Theiles Erster Band.
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bei der Flammenhelle unternehmen, aber sie wurden geworfen, und nurLas zweiundzwanzigste Regiment dieser Waffe hielt am Eingänge von BricnneStand.

Endlich gegen Mitternacht stellten die Truppen beider Armeen, erschöpftvon dem Kampfe und dem Gemetzel, das Gefecht ein. Die Franzosenbehaupteten das Schloß, die Russen die Stadt. Der Verlust in diesemmörderischen Treffen war groß, gegen 3000 Mann blieben von j»der Seite,und sowohl Franzosen als Russen machten einige Hundert Gefangene. Jeneverloren den Contreadmiral Baste, welcher, da er seinem Vatcrlande nichtauf dem Meere dienen konnte*), an der Spitze einer Brigade der jungenGarde den Tod auf dem Felde der Ehre fand; verwundet wurden der Ge-neral Deconz, der bald nachher starb, und der General Lefebvrc-Dcsno nettes. Ein seltsames Spiel des Zufalles wollte, daß an diesemblutigen Tage die Anführer der beiden feindlichen Armeen die größte Gefahrliefen; jener Blüchers und Sackens haben wir schon Erwähnung gethan,aber auch Napoleon war nahe daran, von Kosaken gelödtct oder gefangenzu werden**).

Es scheint, daß das blutige Treffen von Bricnne von dem FcldmarschallBlücher hätte vermieden werden mögen, wenn er zeitiger von NapoleonsAnmärsche unterrichtet gewesen wäre, mithin Sacken von Lcsinont zeitigerzurückberufen hätte, daß er aber eben, weil dies zu spät geschah, einemallgemeinen Gefechte nicht leicht mehr ausweichen konnte. Was den KaiserNapoleon angeht, ist jedenfalls die Thatsache gewiß, daß seine ursprüng-liche Hoffnung, bloß die Nachhut der mit dein Ucbergange bei Lcsinontbeschäftigten Armee Blüchers zu treffen, nicht in Erfüllung gegangenwar. Daß er dennoch angriff, ist hart getadelt worden und scheint fastnicht in jeder Beziehung gerechtfertigt werden zu können, denn fallsBlücher Bricnne behauptete, in der Nacht durch die Corps des Kron-prinzen von Würtemberg und des Grafen Gyulai verstärkt wurde,und dann am nächsten Tage die Schlacht erneuerte, so konnte Napoleon,wenn er dieselbe verlor, seinen Rückzug nur auf Seitenstraßen bewerkstelligen,welche, an sich schlecht, durch das Thauwetter fast ungangbar geworden

*) Wendung kioclls.

**) ltoek, I. x. 165, erzählt dies so: „Als der Kaiser gegen drei Uhr aus demWalde von Valentigny mit seiner Escorte ritt, wurde er auf dem Wege nachMaizieres von einer Cavalleriecolonne angegriffen, die ihm nachsetzte und ihn unfehl-bar gefangen genommen haben würde, wenn die Division Meunier sie nicht in ihrerVerfolgung aufgehalten hatte." Ganz anders erzählt lUaauserit äe 1814,

x. 60. Liese Begebenheit. Nach ihm hätte sie sich nicht des Nachmittags, nicht aufdem Hermarsche gegen Maizieres, sondern des Nachts bei der Rückkehr Napoleon«dahin zugetragen, und wer ein Freund von Abenteuern ist, mag die Waffenthatcn,welche Gourgaud und Dejean vollbrachten, den Kaiser zu retten, in IHn nachlesen.Die Version 1i»cl»'» scheint uns die vorzüglichere, weil seine Nachrichten überhauptvon größerer Gewissenhaftigkeit zeugen, und nirgends die Sucht zu glänzen oder zuübertreiben verrathen, und zwar um so mehr, da b-in das Hauptquartier Napoleon«am Abend des 29. zu Maizieres angiebt, wo allerdings er als Cabinetssecretair amKampftage zurückgeblieben sein mag. Dasselbe kam in der Nacht des 29. vielmehrnach Perthes.