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die Truppen des Generals Noguet* * ) leisteten, denn die Gegend waräußerst durchschnitten, so daß das Fußvolk und die Artillerie nur wenig,die Reiterei fast gar nicht verwendet werden konnte, und das Gefecht meistnur mit Scharfschützen geführt werden mußte.
Erst gegen Mittag gelang es in Folge dieser Schwierigkeiten und destapferen Widerstandes") des Feindes, über die Brücke von Wertet vorzu,brechen, worauf der General Roguct den Rückzug antrat. Hoogstraatenwurde erobert; General Berstell verfolgte den Feind, welcher sich bisWineghcm ***) zurückzog, und würde noch größere Fortschritte gemacht haben,wenn er nicht genöthigt gewesen wäre, anderthalb Stunden zu warten,um den beiden anderen Colonncn Zeit zu gewähren, die Umgehung zubewirken. Diese konnte jedoch, wegen der Hindernisse, welche die dritteColonne aufhielten, nicht glücken, und so bezog der General Borstell,als es finster wurde, eine halbe Stunde von Ostmael das Lager. Diefünfte Brigade hatte an diesem Tage einen Verlust von 16 Offizieren und400 Soldaten an Todten und Verwundeten; dem General Borstellwurde durch eine Kugel die Lippe gestreift, und ein Pferd unter demLeibe verwundet.
Die zweite Colonne des Generals Thümcn brach früh gegensieben Uhr von Großzundert auf, und griff die Brigade Aimar, welchesich erst zurückziehen wollte, nachdem ihre, nach Kaam und Tilborg ent-sendeten, starken Patrouillen wieder eingetroffen wären, in zwei Colonnenbei Westwesel und Loenhut an. Die feindlichen Plänkler, welche dieGräben und Büsche zwischen diesen beiden Dörfern sehr stark besetzt hatten,wurden von den Füsilieren des vierten ostprcußischcn Infanterieregimentesangegriffen und geworfen, worauf der Feind die zwei Ortschaften verließund sich bei Brecht aufstellte. Aber auch von hier wurde er vertrieben,und General Aimar sah sich gezwungen, sich auf Licr zu ziehen-f). Nachdem Gefechte wurden bei Hoogstraaten vier Bataillone, bei Loenhut zwei,in Brecht aber eins und die Abtheilung des Majors Hellwig aufgestellt.
Die dritte Colonne des Generals Oppen, bei welcher sich dieRcscrvccavallcrie befand, konnte ihren Auftrag, dem Feinde in Flanke undRücken zu fallen und von Antwerpen abzuschneiden, nicht erfüllen. DerZustand der Wege war so schlecht, daß die Artillerie kaum fortzukommenvermochte. Dadurch gewann der Feind Zeit, seinen Rückzug gegen Ant-werpen zu bewerkstelligen; doch nahm ihm die preußische Cavalleric einebeträchtliche Anzahl Gefangene-j-f) ab.
Am 12 . Januar ließ Bülow die Angriffsbewegung fortsetzen. DieColonne des Generals Oppen rückte bis Erävcnwesil und Shootcn, die
*) 6 — 7000 Mann nach Plotho, Ilt. 198.
") Plotho, III. 198, rühmt insbesondere die Tapferkeit des, auf dem Kirchhofevon Minderhout aufgestellten Bataillons; „es wehrte sich verzweifelt", sagt er,„dennoch wurde es von den tapferen Preußen geworfen."
"*) Statt nach Westmael, vergleiche S. 267 dieses Theiles.
ch) kocll, II. x. 123. Vetter, II. 38. Plotho, III. 199. Die BrigadeThümen hatte zwei Offiziere und 20 Mann an Todten und Verwundeten.
chf-) Nach Plotho und Vetter, idiä., 500 Mann.