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besetzt*). Es wurde zut Herstellung der Verbindung mit diesem kühnenParteigänger, die seit einigen Tagen verloren war, der Rittmeister Wedelmit dreißig Reitern abgesendet.
Die Truppen Thümens marschieren gegen die Festung auf, undzwar st des Bataillon, um dessen Schwäche zu verbergen, in zwei gebrochen.Die beiden Füselicrcompagniecn griffen unverzüglich die Vorstadt an, unddrangen bis an die letzten Häuser der Stadt vor. Die Festung schoß mitPaßkugcln und Kartätschen gegen die preußischen Truppen, worauf Tbümenzwei Kanonen und zwei Haubitzen auffahren und die Stadt zwei Stundenlang beschießen ließ. Dann schwieg das Feuer und es wurde der Ritt-meister Martens an den Commandanten der Festung, den Artillerie,gencral Poinmcrcuil, gesendet, um diesem eine Capitulation anzubieten.Nur über 400 Mann Besatzung gebietend, worunter sich 200 Nakioualgardebefanden, glaubte Pommercnil nicht im Stande zu sein, die Festungmit Erfolg irgend länger zu vertheidigen, schenkte der eindringlichen Bered-samkeit des Rittmeisters Mariens Gehör, und schloß, um dem Sturme,mit dem er bedroht war, auszuweichen, unerwartet eine Capitulation, inderen Folge die preußischen Truppen noch am Abend das Außenwerk derFestung, welches die große Straße beherrscht, besetzten. Am 28. Februarwurde die Festung mit allein, darin befindlichen, kaiserlichen Eigenthums denPreußen förmlich übergeben. Um zehn Uhr des Morgens besetzten diesedie Thore, und um zwölf Uhr, vicrundzwanzig Stunden nach seinem erstenErscheinen vor der Festung, marschirtc General Thümcn durch sie mitallen Truppen bei klingendem Spiele, und stellte sich jenseits auf. DieBesatzung defilirtc; 9 Offiziere und 200 Mann derselben wurden nachNoyon geführt, und hier gegen das Versprechen, während der Dauer desFeldzugcs nicht mehr zu dienen, in ihre Heimat entlassen, wohin manden übrigen 200 Mann Departemcntalgardcn, welche zu La Fcrc gelegen,sogleich Pässe ertheilte. Da La Fcre die Ariillcrieschulc der Garde war,und außer einem der größten Zeughäuser in Frankreich auch eine Stück-gießerei enthielt, so fand man in der Festung über hundert Kanonen**),und einen Vorrath an Waffen und Kriegsbedürfnissen im Werthe vonweit über fünf Millionen Thaler. Der Major Gagcrn wurde zumCommandanten von La Fcre ernannt; das zweite Bataillon des fünftenRcservcinfantericrcgimcntcs und zwei Schwadronen des pommcrschcn Land-wchrcavallericregimcntes blieben daselbst als Besatzung; mit den übrigenTruppen marschirtc General Thümcn in die Gegend von Laon zu demHauptcorps zurück.
Siehe über die Bewegungen des kühnen Geismar den sehr interessanten Auf-satz, welchen die Zeitschrift für Kunst, Wissenschaft und ttzeschichte des Krieges imfünften und sechsten Hefte des 19. Bandes (Jahrgang 1830) mittheilt.
") Aucb die zwei großen Carronaden, welche Napoleon zu Douay hatte gießenlassen, um niit ihnen über den Golf von Cadir diese Stadt zu beschießen, welche aber,als ihrem Zwecke nicht entsprechend, fortan in La Fere aufbewahrt wurden, undnach der Einnahme dieser Festung nach Berlin kamen, wo sie am Zeughause auf-gestellt sind.