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Nogent nur mit einer schwachen Arricregarde besetzt hielte, diese am 12.gemeinschaftlich angreifen und vertreiben sollten; würde dagegen die feind-liche Hauptmacht noch bei Nogent stehen, müsse das sechste Corps allefeindlichen Bewegungen auf das Genaueste beobachten*). Die österreichischeund russische Artillericrcscrve schließlich war angewiesen, nach Troyes zumarschircn **).
Erstürmung von Sens.
Am II. Februar.
Schon am 10 . Februar hatte sich der Kronprinz von Würtcm-bcrg mit seinem Armcecorps aus seinen Canlounirungsquartieren bei Senserhoben, war dessen Bortrab vor dieser Stadt erschienen, wahrend es selbstbei Billencuve-sur-Vannc stand***).
Sens liegt am rechten Ufer der Nonne, wo sich die von St. Licbaulthcrabfließende Banne mit diesem Strome vereinigt. Diese Stadt, die eineBevölkerung von 9000 Seelen hat, ist mit einer dicken Mauer, welchenoch aus den Zeiten der Römer hcrstammcn soll, und mit einem breiten,tiefen, aber trockenen Graben umgeben. Ringsum liegen Borstädte, undviele, meist mit Mauern umschlossene Gärten. Die Uonne fließt westlichder Stadt in zwei Armen, über welche steinerne Brücken führen; durch
diese beiden Arme wird die Insel St. Maurice gebildet. Südlich der Stadtdehnen sich Wieseugründc, welche die Banne bewässert, hin; auf den übrigenSeiten ist Sens von Anhöhen umgeben, die sich gegen die Nonne zu ver-flachen. Die Thore, deren die Stadt fünf hat, waren verrammelt und
verpfählt, und General Alix war entschlossen, sich bis auf das Aeußerskezu vertheidigen s).
Am 10. denn erschien der würtcmbcrgsche Bortrab vor Sens. Die
ersten Bataillone des neunten Jäger- und des zehnten leichten Infanterie-regimentes bemächtigten sich unter Anführung des Generals Stockmaycrder Vorstädte Notre-Dame und St. Antoine, welche auf den Straßen vonTroyes und Bray liegen, ohne Widerstand, und drangen bis an die, derStadt zunächst gelegenen Häuser vor. Der Commandant von Sens, GeneralAlix, wurde nun zur Ucbergabe aufgefordert; seine Antwort war jedoch
*) Die Stellung der Reserve ani 12. war so geeignet, daß sie im Nothfallesowohl den Kronprinzen von Würtemberg als Wrcde und Wittgenstein unterstützenkonnte.
**) Es galt die Disposition Schwarzcnbcrgs vom 10. für den II. und 12. Dieweiteren Anordnungen hingen natürlich von den inzwischen eintretenden Umstandenund einlaufenden Nachrichten ab.
*") „Schon am 30. Januar hatte der Hetman Graf Platoff mit etwa 6 bis7000 Kosaken den Versuch gemacht, SenS durch Ueberfall zu erobern, welcher jedocheben so wie ein wiederholter Angriff am 2. Februar, durch die Wachsamkeit desFeindes vereitelt wurde. Da der Hetman einsah, daß diese Stadt nur durch förm-lichen Angriff mit Geschütz und Infanterie erstürmt werden könne, so ließ er einekleine Abtheilung Kosaken zur Beobachtung der Besatzung zurück, und setzte sich mitseinem Corps gegen Courtenay und Mvntargis in Bewegung." WürtembergschesWerk, ll. S. 7.
ch) Nach koclr, I. x. 283, hatte Alix 2400 Mann, von denen allerdings nichtalle in der Stadt, sondern bis Pont-sur-Zonne vertheilt waren. Nach dem wür-tembergschen Werke hatte Alix „mehr als 100!) Mann mit einigen Kanonen".