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nach fünf Uhr des Morgens brach General Katzler auf, und befand sichzwischen acht und neun Uhr den feindlichen Cavallerievedetten *) gegenüber.
Einnahme von Chalons.
Am ö. Februar.
Chalons ist eine weitläufige Stadt mit vielen Klöstern und Kirchen,befestigt nach alter Art mit einer hohen Mauer, thurmartigen Basteien,und zum Theile sumpfigem Graben. So war die Stadt zwar gegen einenersten Anlauf wohl gesichert, konnte aber einem kräftigen und nachhaltigenAngriffe auf die Dauer nicht widerstehen. Marschall Macdonald entschloßsich, auszuharren, so lange es thunlich sein würde. Den GeneralMolitor beauftragte er, das Thor St. Croir und das blinde Thor DuJard zu vertheidigen; dabei waren auf dem linken Ufer der Marne zweizwölfpfündige Battcrieen aufgestellt, deren Feuer die Stirnseite jener Thorein ganzer Ausdehnung bcstrich. Das St. Johannisthor war dem GeneralBrayer anvertraut, welcher auf der anstoßenden Bastei zwei Haubitzenund eine Kanone aufstellte, um die Straße von Vitry zu bestrcichen.General Sebastian! vertheidigte mit der Division Albert das Thor vonRheims, und verrammelte das der Mariniers. Außer diesen allgemeinenVerfügungen benützte jeder Anführer alle Widerstandsmittel, welche dieOertlichkcit irgend darbot: starke Battericen wurden am linken Ufer jenseitsder Brücke aufgestellt, um alle Zugänge zu vertheidigen. Marschall Kel-lcrmann*') ging mit dem Park auf Epernay, und bis zu dieser Stadthin wurden aus Vorsicht alle Brücken, Fähren und Kähne auf der Marnezerstört oder versenkt***).
Nachdem General Katzler die Stadt am rechten Marneufer ein,geschlossen hatte, bot er, glaubend, der Feind beabsichtige nicht, sie ernsthaftzu vertheidigen, freien Abzug, was jedoch mit Stolz verworfen -wurde.Hierauf erfolgte um elf Uhr des Vormittags der Befehl zum Sturme aufdie Vorstadt St. Mcmmiech).
Etwa tausend Schritte von den ersten Häusern theilt sich die Straßevon Vitry, le,Fran?ais in zwei Alleen, welche durch die Vorstadt nachzwei Stadtthoren führen. In jener zur rechten Hand gingen das ersteostpreußische Füselicrbataillon und eine Compagnie ostpreußischcr Jäger, injener zunächst der Marne aber das zweite ostpreußische Füselierbataillon unddie übrigen Jägercompagnicen vor -ff). Der Feind wurde ohne großeMühe bis an den Graben zurückgedrängt, welcher die Stadt von der Vor-stadt trennt. Nun aber fingen die feindlichen schweren Geschütze auf der
*) Es waren einige Schwadronen der Cavallerke des Generals Ercelmans,welche einen Vorhang um Chalons zogen. Der Rückzug war nach Ilooli, I. H. 222,am 4. zwischen vier und sechs Uhr des Morgens in der tiefsten Stille erfolgt-
**) Herzog von Valmy.
kocl», i. p. 222.
ch) Hinter der Cavallcrie Katzlers war auf der Straße von Bitry die InfanterieMarburgs angelangt.
chch) Als Unterstützung folgten zwei Bataillone vom zweiten ostpreußische» In-fanterieregimente»
ll.
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