Band 
Zweiten Theiles Erster Band.
Seite
377
JPEG-Download
 

377

Ganchcr und Sezanne, nicht vollendet und im Winter von Sommesons bisVitry nicht gangbar.

Die Qucrvcrbindungsstraßen sind:

Die von Chalons nach Troycs über Arcis/surrAube, schlecht unter,halten;

Die von Epernay auf Troyes über Vcrtus, Fere-Champenoise undPlancy, sehr schlecht und im Winter ungangbar;

Die von Epernay auf Nogcnt über Montmirail, Sezanne und Ville-noxe, auf einigen Puncten geschlagen*) und gepflastert, dennoch aber durch-aus sehr schlecht;

Endlich die von Meaux auf Provins über Coulommiers und La-Ferte-Gauchcr, von La F-erl«- bis Provins schlecht unterhalten.

Obschon aber diese Gegend von sieben Straßen durchschnitten wird, istsie kcincswcgcs so gangbar, wie sie etwa auf der Charte aussieht, denn siewird von Morästen und Waldungen bedeckt. Acht Kilomctres**) südlich vonSezanne giebt es einen großen, zu jcdbr Jahreszeit ungangbaren Morast,dessen Gewässer zwischen Anglure und Baudcmont in die Aubc ablausen;zwei Myriametrcs von da, nördlich aufsteigend, ist der Morast von St. Gond,welcher von Osten nach Westen von dem kleinen Worin durchflossen wird;indem man sich nördlich der Marne nähert, beginnt bei Chaintrix, fünfzehn Ki-lomctrcs weiter, ein dritter, viel beträchtlicherer Morast als die beiden zuvor-genannten, welcher sich zwischen Bicrge, Vouzy und Pocancy hindchnt.

Hinter dem ersten Durchgänge, den diese Moräste gestatten, erhebt sichder Wald von Traconne, sumpfig und ungangbar; den zweiten niaskirtder Wald von Etogcs. Noch weiter von Paris giebt es andere Wälderund neue Hindernisse; in dem Maße aber, als man sich der Hauptstadtnähert, verschwinden sie, und die Armeen vermögen auf sehr günstigem Bo,den zu manoeuvrircn.

So war das Land beschaffen, in welches sich die schlesische Armeewagte, und wo es in der That schwer hielt und eine sehr große Wachsam,keil und Rührsamkcit forderte, um den Fallstricken zu entgehen, welche ihrein gewandter, mit allen Localitätcn völlig vertrauter Feind zu legen imStande war.

Noch muß, bevor wir Blüchers Kriegszug zwischen Seine undMarne schildern, erwähnt werden, daß an demselben Tage-***), an welchemder Vortrab Parks bei Chateau-Thierry ankam, das Corps Kleists-s) in

- ^ *) i. e. mit einem Steingrunde versehen.

**) Ein Kilomctre ist 1000 Metre.

***) Am 8. Februar.

ch) Nachdem der General Kleist am 21. December I8IS jene Uebereinkuvft ge-schloffen hatte, durch welche die Stadt Erfurt am 6. Januar 1814 übergeben werdensollte*), langte am 29. December der Befehl Blüchers an, nach welchem nur einkleiner Theil der Truppen des zweiten preußischen ArmeecorpS vor der Citadelle zu-rückbleiben, die übrigen aber, sobald die Uebereinkunft die Genehmigung der Monarchenerhalten hatte, den Weg über Caffel einschlagen sollten, weil auf der großen StraßeKrankheiten und Mangel an Verpflegung herrschten- sSechzehu Schwadromen und

II Siehe S. 1218 d« I. Theil.« diese« Werie«