3W
Marchais. Dadurch wurde in der That der wichtige Punct entblößt, undder Marschall Ney bcnützt diesen günstigen Augenblick, um sich mit denvier, von Friant angeführten Bataillonen alter Garde auf die Stellungvon Haute-Epine zu werfen, sprengt die erste Linie der Rüsten, bringt ihrGeschütz zum Schweigen.
Nun laßt General Sacken die zweite Linie vorrücken, und beabsichtigt,sich links zu schieben, sich mit den anrückenden Preußen zu vereinigen,deren Spitzen sich bereits bei FontenclleS zeigen. Die russische Cavalleriemanoeuvrirt zur Erreichung des angegebenen Zweckes. Napoleon errathblitzesschnell die Absicht, läßt vor ihr den General Nansouty mit denDivisionen Laferriere, Colbert und Desnouettcs, und befiehlt dem GeneralGuyot, mit den vier Dicnstschwadroncn der Garde eilig aus der großenStraße vorzugehen, und dort das, sich linksschicbende, russische Fußvolk an«zugreifen. Der Angriff gelingt über alle Erwartung: das Fußvolk desrussischen linken Flügels, die Brigaden Dietrich und Blagowcnzenko, sucheneilig den Wald bei Vieur-Maisons zu gewinnen*)-
Es hatte demnach das Gefecht, obschon die Russen es auf dem rechtenFlügel noch mit Kraft fortsetzten, bereits eine sehr ungünstige Wendunggenommen, als die Brigaden der Generale Pirch und Horn vom erstenpreußischen Corps, diese bei Lcs Tourneaur, jene bei Fontcncllcs anlangten.Die Rcserveartillcrie hatte müssen zurückgeschickt werden, weil sie in demdurchweichten Boden, der überhaupt den Marsch der Truppen verzögerte** ***) ),nicht fortzubringen gewesen war**'). Es befand sich daher nur wenigeArtillerie bei den beiden Brigaden. General Park beabsichtigt, durch einenAngriff auf die rechte Flanke der französischen Aufstellung einen besserenGang des Gefechtes herbeizuführen. Die Brigade Pirch, welche sich beiFontenelles aufgestellt hat, beschießt daher mit großer Heftigkeit-f) das wichtige
*) Kauslcr, Tert, S. 395. ltoel», I. ;>. 243. Letzterer sagt? „äucun Kommen'eüt eekspp« «l le eomt« Naneout^ en s'eteixlsnt deancoiip troz» sur I» «Iroite,n'eut facilite » I» töte äe I» colonne, le mo^en <te »e lier ?ru»siea» ver»
koaten-IIe,." Plotho, IN. 180, bemerkt über die Linksschiebung Sackens: „Anstattdaß sich nun (— nach dem Verluste von Haute-Epine —) der General Sacken aufder großen Straße hätte zurückziehen, bei La Ferte hatte über die Marne gehen,und sich auf deren rechtem Ufer mit dem General von Jork vereinigen sollen, schober sich in dem grundlosen Wege links nach der Straße von Chateau - Thierrn hin,sich mit ihm zu vereinigen." — Plotho vergißt, daß es keine Brücke bei La-Ferte-sous-Jouarre gab, denn Macdonald hatte sie Tags zuvor gesprengt. Nicht daß sichSacken jetzt links schob, war ein Fehler, sondern vielmehr, Laß er es nicht vonallem Anfange gethan, wie auch Wasiltschikoff es gerathen hatte.
**) Clausewitz, VIl. 424, sagt: „Der Grund dieses späten Ankommens lagdarin, daß Jork den General Sacken aufgefordert hatte, den Marsch nach Mont-mirail aufzugeben, um sich vereint auf dem rechten Marneufer auszustellen, da Aorkdie Nachricht hatte, Bonaparte sei da. General Sacken ging hierauf nicht ein, weiler zu wissen glaubte, daß nur ein kleines feindliches Corps bei Montmirail stehe.Als diese Antwort Sackens einging, wurde sogleich von Mffort auf-gebrochen; der wirklich grundlose Weg verzögerte aber den Marsch."
***) Sie wurde nach Chateau-Thierrn zurückgeschickt, welches der Prinz Wilhelmvon Preußen mit der achten Brigade besetzt hielt.
ch) „Es war", sagt Plotho, Hl- 180, „die Hälfte der sechspfündigen BatterieNr. 2 gleichfalls angelangt; mit ihr und zwei russischen Kanonen winde der feindlich«rechte Flügel beschossen." Michailofsky-Danilefsky erzählt, I. 106: „Ungefähr um