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Zweiten Theiles Erster Band.
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Mortier, Lc» Preußen mit der Division Michcl entgegenzugehen. VierBataillone nahmen das Gehölz von Plenoi wieder ein, und drangen dannmit den übrigen gegen La-Maison-Corbais und Fontcncllcs vor. Mitwie großer Tapferkeit auch die Preußen fochten, mußten sie doch derNothwendigkeit des Rückzuges weichen, und stellten sich hmtcr Fontcnellcsin zwei Linien auf. Eine heftige Kanonade beschloß hier das Gefecht: dieNacht war eingebrochen!

Dieser blutige Tag kostete den siegreichen Franzosen, nach dem Geständnisseeines ihrer Schriftsteller *), 2000 Mann an Todten und Verwundeten, unterwelchen letzteren sich auch die Generale Michcl und Bondin befanden.Nach russischen Berichten fielen nenn Stück Kanonen und 1000 Gefangenein die Hände der Sieger, und 1500 Russen blieben auf dem Schlachtfelde.Die erste preußische Brigade verlor 33 Offiziere und 844 Unteroffiziere undSoldaten; der General Pirch der Zweite war schwer verwundet worden,und sein Commando hatte der Oberst Losthin übernommen; gebliebenwaren der Oberstlieutenant Schon, und die Majore Gottberg undArnim **).

Der Rückzug der Russen gehörte zu den schwierigsten, welche je aus,geführt worden sind; er erfolgte bei Nachtzeit auf grundlosen Wegen, vomFeinde verfolgt, welchen Wasiltschikoffs Reiterei mühsam aufhielt. DieRussen bewiesen auf diesem peinlichen Rückzüge jene selbe, niemals vcr,zweifelnde, unerschütterliche Standhaftigkcit, die sie am Tage im blutigenKampfe bewährt hatten***).

Die Ursache des Verlustes des Treffens von Montmirail scheint sichaus der Darstellung desselben klar zu ergeben. Sacken hat kühn aber

*) UooL, l. p. 245. Der Monitcur vom 16. Februar giebt allerdings denfranzösischen Verlust nur zu 1660 Mann an.

Plotho, 111. 181 und 182. Der Moniteur vom 16. Februar tödtet undfängt 8606 Russen und Preußen, und erobert „liesucoup 4« canon- et rir Or->-xeau»". Hock, I. x. 245, sagt, daß 26 Feuerschlünde, sowohl russische als preu-ßische *), 200 Gepäck- und Munitionswagen erbeutet, aber nur 708 Gefangenegemacht wurden; Laß aber dreitausend Todte und Verwundete das Schlachtfeldbedeckt hüten. Letztere Zahlen scheinen glaublich.

***) „Die Dunkelheit der Nacht", erzählt Michailofsky-Danilefsky, I. 107,„machte der Schlacht ein Ende. Wasiltschikoff wurde beauftragt, den Rückzug zudecken, und der Artillerie jeden möglichen Beistand zu leisten, damit es ihr gelänge,durch den Wald und die tiefen, beinahe undurchdringlichen Sümpfe zu gehen. Umdieses zu bewerkstelligen, banden die Cavalleristcn ihre Fourageschlingen an dieGeschütze, Husaren und Dragoner spannten sich selbst an die Kanonen, bis fünfzigMann an eine jede, und nachdem sie sich die ganze Nacht abgemüht hatten, langtensie endlich bei Sonnenaufgang in Viffort an. Zn größeren Entfernungen von 150bis 200 Klaftern hatte man Feuer angelegt, wodurch der Weg beleuchtet, und denRegimentern möglich wurde, sich zu ihren Fahnen zu sammeln. Umdie Geschütze herauszuschlcppen und den Anspann in Ordnung zu bringen, wurdenFackeln angesteckt; doch trotz allen Bemühungen des Generals Wasiltschikoff,die Artillerie zu retten, sah er sich gezwungen, acht der bcschädigtcstcn Kanonen imStiche zu lassen. Während der Nacht verfolgte das Corps, seinen Marsch aufChateau-Thierry, von der Arriercgarde gedeckt, welche sich überall, wo es dasTerrain erlaubte, mit dem Feinde schlug."

1) Auch Kausler bemerkt im Texte zu dem Plane von Montmirail, daß preußische Berichte vonVerluste einer preussischen Batterie schweigen.