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Zweiten Theiles Erster Band.
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Diese Soldaten wurden von den Einwohnern der Stadt mit lauter Freudeals Befreier begrüßt, denn in der That hatten die letzten Truppen der Ver,bündetcn vor ihrem Abzüge in Chatcau-Thierry arg gehaust*) Die ganzeBevölkerung half am Baue der Brücke, wie durch Zauber wurde sie voll-endet, und alsbald ging die junge Garde hinüber, die Reiterei folgte, undum sechs Uhr des Abends am 13. war die ganze Armee in VerfolgungYorks und Sackens begriffen, deren Corps jedoch nicht mehr zu erreichenwaren. Der Marschall Mortiev-mit den Divisionen Christian!, Colbertund Defrance rückte bis Rocourt vor, wo er sein Hauptquartier aufschlug.Die Hoffnung Napoleons, welcher zu Nesle übernachtet hatte, daß derMarschall Macdonald, dem er Befehl dazu gesendet hatte**), zu raschemAngriffe übergehen, vielleicht über die Verbündeten am rechten Marncuferherfallen werde, war nicht in Erfüllung gegangen***). Viele Versprengteoder Zurückgebliebene, sowohl Russen als Preußen, wurden von den erbit-terten Einwohnern des Landes ermordet-j-).

Wir kehren nun zu den Corps der Generale Kleist und Kapze-witsch unter dem unmittelbaren Befehle des Fcldmarschalls Blücher zurück.Am II. mit Tagesanbruch langten diese beiden Corps auf ihrem Rück-märsche von Ferc-Champenoise in der Stellung von Bergcrcs an; dasrussische Corps des Generals Kapze witsch bildete in derselben den rechten,das preußische des Generals Kleist den linken Flügel, und es wurden demletzteren, das nur wenige Artillerie mitgebracht atke, russische Geschütze zuge-theilt H). Das erste schlesischc Husaren- und das siebente schlesische Land-wehrcavallcricrcgiment hatten die Vorposten gegen Etogcs hin, wo der Mar-schall -Marin ont mit seinem und der Linicncavallcrie des GeneralsGrouchy aufgestellt war. Am Abend fand zwischen den beiderseitigenVorposten eine kurze und wenig lebhafte Kanonade statt. Die Hauptquartiereder Generale Kleist und Kapzewitsch waren in Bergeres, das des Feld-marschalls Blücher in Vertus.

Am folgenden Tage-si-si-si) blieben die beiden Corps unverändert in der

„Wild ging es zu die Nacht hindurch," giebt General Valentini (II. 146)zu, „als die Franzosen in der Vorstadt, und die Rüsten und Preußen in der Stadthalb den Kampf fortsetzten, halb sich zu neuem bereiteten. In solchem Zustande,vorzüglich nach einem unglücklichen Gefechte, lasten die Bande der Disciplin amLeichtesten nach, und wohl mochten die guten Bürger von Chateau-Thicrry sich überdie fremden Gäste zu beschweren Ursache haben, und den siegreichen Napoleon amfolgenden Lage froh als Befreier begrüßen."

**) Siehe S. 393 dieses Theiles.

***) Uocl», I. 254, giebt als Grund an, daß Marschall Macdonald sein, bis auf3000 Mann geschwächtes Corps im Lager von Meaux ergänzen wollte, worüber erZeit verlor. Am 10. sendete er gegen Sacken nur die Cavallerie des Generals St-Germain; diese mußte aber, da die Brücke von Trilport gesprengt war, abwärtsbis Nanteuil gehen, um die Marne zu überschreiten, was neuen Aufenthalt ver,ursachte. — Es würde in der That schlimm um die Corps Docks und Sackens ge-standen haben, wenn Macdonald stark genug gewesen wäre, um entweder am II.auf dem linken, oder am 12. auf dem rechten Ufer der Marne kräftig zu operiren,

-f) Kocll giebt ihre Zahl zu 2000 an, General Valentini (II. 147) sagt aber,daß es nur einzelne Marode und Plünderer gewesen sein möchten.

-ich) Nach Plotho, NI. 179, zwei Zwolfpfünderbattcricen.ffchch) 42. Februar.