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Der Angriff auf VaurchampS erfolgte gegen zehn Uhr durch die DivisionRiccard. Leider war Blüchers Hauptmacht noch zu ferne, um die Avant-garde unter Ziethen unterstützen zu können* *). Die erste Brigade derobgenannten französischen Division rückte zur Rechten**) durch das Gehölzvon Beaumont; die zweite dagegen griff das Dorf in der Fronte, links vonder Straße, in geschlossenen Colonncn an. Letztere wurde geworfen; dasFußvolk der elften preußischen Brigade, welche den Ort besetzt hielt, begnügtesich jedoch mit diesem Erfolge nicht, sondern rückte zur Verfolgung ausdem Orte. Sogleich warf Marschall Marmont seine Dienstschwadronden Preußen entgegen, die sich bei dem Anprallen der Reiterei bis an dieAusgänge des Dorfes zurückzogen. Dieser schwache Rciterangriff würde ansich noch zu nichts geführt haben; aber Napoleons Falkenauge hattedie Vereinzelung des preußischen Fußvolkes zu Vaupchamps bemerkt undsogleich seine vier Dienstschwadroncn unter dem General Lion gegen sieentsendet. Diese errangen einen glänzenden Erfolg, sofern sie die Preußenzwangen, Vauxchamps zu räumen, und auch schon eine, im Marsche be-griffene Batterie erobert hatten. Da warf sich aber der General Ziethenan der Spitze von 150 Mann des siebenten schlcsischcn Landwchrcavallerie-regimentes auf den Feind, und zwang ihn, die bereits eroberte Batterieim Stiche zu lassen***). Das Fußvolk der Brigade Ziethen, welches sicheben aus dem Dorfe zurückzog, fiel der feindlichen Reiterei in die Hände,welche eine beträchtliche Anzahl niedermachte. Ein Bataillon warf sich ineine nahe Meierei, welche von zwei Compagniecn Jäger zu Fuß von deralten Garde erstürmt wurde-f).
Während dies auf seinem rechten Flügel vorging, waren auf Ziethenslinkem Flügel das ostprcußische Cürassicr- und das erste schlesische Husaren-rcgimcnt-j-f) von den Gardecavallcriedivisionen Lefebvrc - Dcsnoucttes undLafcrierc-l'Evcque angegriffen worden. Lange behauptete sich die preußischeReiterei, endlich aber mußte sie der Uebcrmacht weichen, und wurde bisan das Fußvolk -sich) zurückgeworfen. Dieses bildete Vierecke, und
krsmssi»« seeouverte les «claireur» prussien», etoit la «livision I.eval, <zu> «le-isestes sur 8en»nne p»r le «tue äs kexgio (Ouäinot), se trouvait cocore Iroploin cke lflontwirsil pour prenclre park » l'sction. " Hock, I. p. 259.
*) „Wir hatten den Fehler begangen, die Avantgarde, welche der Generalvon Ziethen commandirte, zu weit vom Corps zu entfernen, so daß sie nicht zurrechten Zeit unterstützt werden konnte." C. v. W>, 'S. 168.
**) Von französischer Seite gesehen.
»—) Plotho, III. 187. «oest, l. x. 260. C. v. W., S. 169, sagt: „Diefeindliche Cavallcrie trabte um das Dorf herum, ruinirte eine Batterie, die aber,nachdem aste Artilleristen blessirt waren, doch abfuhr; und hieb in das erste schlesischeRegiment, das nicht geschloffen aus seinem Dorfe kam, mit Erfolg ein." C. v. W.meint das erste schlesische Infanterieregiment von der elften Brigade.
-h) lioeli, ihm.
-sch) Da das brandcnburgische Cürassier- und das achte schlesische Landwehrcavallerie-rcgiment, wie erwähnt (siehe S. 410 dieses Theiles), noch weiter links entsendetworden waren, so befand sich fast die gesummte Reiterei auf dem linken Flügel- ESbetrug die Stärke derselben nach Clausewitz, VII. 425, kaum 2000 Mann, nachC. v. W. dagegen nur 1100, die französische Reiterei war daher außerordentlichüberlegen.
-s-s-s-) Des linken Flügels der sich indessen rückwärts formirt habenden Corps derGenerale Kapzewitsch und Kleist.