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Rothcmbourg mit einem sehr lebhaften Kanonen- und Kleingewehrfeuerempfangen, welches längen Zeit mit gleicher Kraft fortdauerte. Nach vielenAnstrengungen gelang es endlich dieser Colonne, die ziemlich steilen, mitReben bepflanzten Höhen zu ersteigen- Weiter auf der Hochfläche vorzu-rücken vermied Gotschakoff jedoch, weil er besorgte, von der Cavalleriedes Grafen St. Germain, die von St.-Parrc-aux-Tcrtres herbeigeeilt,da selbst durch die Reiterei Valmys von Pont-St.-Hubert her ersetztworden war, und jetzt links* * ) von Laubresscl stand, angegriffen zu werden").
Ohne einem gleich hartnäckigen Widerstände zu begegnen, drang derPrinz Eugen von Würtcmberg von Bouranton vor, und suchte überTonnellicre die große Straße zu gewinnen. Diese Bewegung gab in derEbene Anlaß zu mehreren Rcitcrgefechten, weil die Cavallerie des GrasenValmy von St. Parrc herbeieilte.
Während dies auf dem linken Flügel der französischen Stellung vor-ging, war es dem Grafen Wrcdc, dessen baicrischcs und österreichischesGeschütz den am jenseitigen Ufer stehenden Feind unaufhörlich mit großerHeftigkeit beschoß, gelungen, einige Bataillone bei Courteranges über dieBarce zu bringen, und in den Wald am rechten User zu werfen, von wosie sich mit dem linken Flügel der bei Laubrcssel kämpfendcn Russen in Ver-bindung setzten.
So viele von den Verbündeten fast gleichzeitig errungenen Vortheile,so wie die Bcsorgniß, links ganz umgangen zu werden, bestimmten den Ge,neral Gcrard, welcher, obschon am Morgen erkrankt, die Vertheidigungder Barce und ihre Stellung leitete, dieselbe aufzugeben und den Rückzugzu befehlen. Die Division Rothcmbourg räumte Laubresscl***), die Di-vision Rothcmbourg, welche sich zum Theil über Tonnellicre zurückzog,wurde hier noch von der Colonne des Prinzen Eugen von Würtem-bcrg in Empfang genommen, erreichte aber endlich doch, von der DivisionJarry unterstützt, mit ihr und unter dem Schutze der Cavallerie und Ar,tillcrie die rückwärtige Stellung von St. Parre.
Wrede hatte inzwischen die betäubende Kanonade fortsetzen lassen.Als es vier Uhr vorüber war, erhielt er Meldung von dem trefflichen Er,folge der russischen Angriffe, und beschloß nun, die Brücke von La Guil,lotiere zu erstürmen, um den Sieg zu vervollständigen. Mcnschcnverlustund Anstrengung wären ihm erspart worden, wenn General Duhesme
*) Von französischer Seite gesehen,
") ES hatte dem Fürsten Gotschakoff auf die steile Hohe keine Reiterei folgenkönnen.
*") ItocI», l. 27. Nach der österreichischen Militairzeitschrift von 1836, IX. 298,wurde Laubresscl, nachdem die Russen Gotschakoffs die Hohen erstiegen hatten, er-obert; aber eben daselbst heißt es: „Sie (die Colonne) wagte nicht, rechts in dieEbene hinabzuzichen, wo sie von dem Reitercorps St- Germain angefallen wordenwäre." Nun erzählt kiocll, I. 26, daß diese Reiterei in Schlachtordnung links desDorfes stand, was mit dem „rechts Hinabziehen" der österreichischen Militairzeitschriftvollkommen harmonirt, folglich scheint es nicht, daß das Ersteigen jener Höhen unddas Erobern des Dorfes Laubresscl gleichzeitig gewesen sei. Der Befehl zum Rück-züge und das Vordringen der Russen gegen Laubresscl kann übrigens ziemlich ineinem und demselben Augenblicke erfolgt sein.