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Granaten in die Stadt, Eugen von Würtemberg drang aus der Vor,stadt St. Jacques bis an das nächste Stadtthor, und das russische Fußvolkwar eben im Begriffe es einzuhauen, als ein Parlementaic auf der Mauerüber diesem Thore erschien, und im Namen des Gouverneurs, GrafenSebastian!, zu unterhandeln verlangte. In das Begehren, die Stadterst in fünf Stunden zu räumen, konnte der Prinz Eugen von Wür,tembcrg nicht willigen, als eben der Graf Wrede herbeikam, und eineStunde*) bewilligte. Die Besatzung bcnütztc die gewährte kurze Waffen,ruhe, um mit heiler Haut aus der Stadt zu kommen.
Um Mittag wurden die Thore geöffnet, doch hielten die vielen, sehrzweckmäßig angebrachten Vcrrammclungcn den Marsch der Verbündetenbeträchtlich auf. Die Franzosen glaubten sich bereits sicher, als ein, fürsie sehr verdrießlicher Umstand sie in die Gefahr brachte, daß ihre ganzeArmee sich in Flucht auflöste**). Marschall Macdonald hatte demMarschall Oudinot befohlen, eine starke Nachhut vorwärts der CapclleSt. Luc zurückzulassen. Dies war nicht geschehen. Völlig unbesorgt setztendie französischen Colonnen auf der alten und neuen Pariser Straße denRückzug fort, den das Cavallericcvrps des Grasen Valmy in Marsch-kolonne schloß. Prinz Eugen von Würtemberg, welcher der'Erstemit seinem Fußvolke durch die Stadt gezogen war, ließ alsbald seineKanonen gegen diese Cavalleric, die auf der Ebene von Malmaison inar-schirte, spielen. Zugleich erschienen die Rcitercolonnen des Generals Frimont,der die Vorhut des fünften Armeccorps befehligte, und auf dem Fußefolgte der Fürst Schwarzcnbcrg selbst mit der übrigen Cavallerie diesesund des sechsten Armeccorps. Da« französische Fußvolk gerieth in Bestürzungund floh. Graf Valmy wollte mit seiner Reiterei widerstehen, aber auchsie, in dem Wahne, die Nachhut sei vernichtet worden, eilte davon, undkonnte nur erst wieder bei Lcs Grcz zum Stehen gebracht werden ***). Hieraber hielt das Fußvolk festen Stand, und wehrte, da auch die Nacht miteinem dichten Nebel einbrach, dem weiteren Vordringen der verbündetenReiterei. Die Franzosen verloren vierhundert altgcdiente, in ihren Reihen
*) Oesterreichische Militairzeitschrift von 1836, IX. 312. Nach Plotho, III- 252,Völderndorff, IV. 8. 163, und dem würtembergischen Werke, II. S. 4. Spalte 1,hatte Wrede nur eine halbe Stunde gewährt. — Nach Plotho, III. (erschien 1817) undRock, II. x. 31, 32 (erschien 1819, und es führt Uoel» den getreuen Plotho inseinem Q.uellcnvcrzeichniffe auf), hätten zwei Unterhandlungen stattgefunden. Z.uersthätte General Gerard, nachdem er sich in die Vorstadt St. Jacques zurückgezogen,acht (nach lioeli) oder sechs (nach Plocho) Stunden Waffenstillstand zur Räumungverlangt. Dies wäre von Wrede zurückgewiesen worden. celui-ci", erzählt
liocsi, ,, aü'ectant le Isngage iinperieai <Ie Napoleon, n'eo »eeoräa gn'une."Die zweite Unterhandlung hätte stattg-funden, als Molikor und Oudinot schon imRückzüge begriffen waren, und die Haubitzen der Verbündeten gegen die Stadtspielten. Da hätten die Franzosen fünf Stunden verlangt, und Wrede (nach Plotho)nur eine' halbe Stunde bewilligt. In jedem Falle muß eine kurze Frist gewahrtworden sein, denn es sagt Hock: ,,i>» cessalion womeutanee llu t'eu periuit Ä I»
Asrnisoi» 3e sortir ssine et SSUVL. "
**) koclt, H. x». 32.
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