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Zweiten Theiles Erster Band.
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Zeit gewinnen, entweder dem Feinde auf dem Fuße zu folgen, oder dieOperationen gerade gegen Paris fortzusetzen.

„Auch in dem zweiten Falle, wenn die Hauptarmes Napoleons ge-schlagen wäre, und sich gezwungen gegen Paris zurückziehe, würde die, imersten Falle für den 14. und 15. März gegebene Disposition ausgeführt.Aber am 16. März müßte dann die Operation ganz bestimmt gegen Melungerichtet, die Seine überschritten, und der Marsch gegen Paris in demMaße fortgesetzt werden, als das Eintreffen des schlesischen Heeres vordieser Hauptstadt bestimmt worden wäre*)."

Dieser Plan des Fürsten Schwarzenberg wurde im HauptquartiereChaumont den drei Monarchen vorgelegt, und erhielt deren unbeschränktesteGenehmigung"). Derselbe bildete mithin die Grundlage der Dispositionen,welche der Fürst Schwarzenberg am 12. für die nächstfolgenden Tageden verschiedenen Armeecorps zur Ausführung geben sollte- An dem gedachtenTage hatte er aber noch immer von der Lage der Dinge bei der schlesischenArmee keine zuverlässige Nachricht. Kaissaroff nur hatte in einem,vom 10. März datirten, am 11. in Troyes eingetroffcnen Schreiben ge-meldet *"), daß der französische Kaiser den Fcldmarschall Blücher beiCraonne angegriffen und genöthigt habe, sich auf Soissons zurückzuziehen ff),so wie, daß man am 9. eine heftige Kanonade von der Aisne her gehörthabe, ohne das Ergebniß zu kennen. Bald darauf folgte eine zweite Meldungdes Generals Kaissaroff, gleichfalls vom 10.: „daß der Feind Rhciiusbesetzt habe. Die Einwohner hätten bei der Ankunft der Franzosen dieWaffen ergriffen, und den Prinzen Gagarin mit einein Baschkircnregimentedem Feinde in die Hände gespielt ffff)." Diese Nachricht, welche späteintraf, war darum sehr widerwärtig, weil der Besitz von Rhcims denStreifparteien des Grafen St. Priest, der, wie erwähnt, in Beaumontstand, den geraden Weg nach der Aisne versperrte, man also von dorthersich sobald keine Nachrichten versprechen konnte. Ucberdies hatten die Franzosendie Aisne besetzt, so daß keine Schlcichpatrouille durchzukommen hoffenkonnte. Fürst Schwarzenberg schickte daher Streifparieien über die obereMarne und obere Aisne, um den rechten Flügel der französischen Armeeherum, auf weiten Umwegen, um Nachrichten einzuziehen Der Aufstand

*) Oesterreichische Militairzeitschrift vom Jahre 1837, X. Heft, S. 66—69.ES bedarf kaum einer Erinnerung, daß der Verfasser des, durch mehrere Jahrgängefortlaufenden Aufsatzes: „Die Operationen gegen Paris im März 1814", aus denArchiven des Hofkriegsrathcs geschöpft hat.

ldicl.

*") Und zwar nach einem Schreiben des bei Beaumont stehenden Grafen St. Priestan Lettenborn.

ch) Das war allerdings eine so verworrene und unerklärliche Nachricht, daß ihrkaum Glaube beigemessen werden konnte. Blücher zog sich von Soissons auf Laonvor Napoleon zurück, hätte daher siegen müssen, um wieder nach Soissons zugehen.

chch) Es ist hier die erste Wegnahme von Rhcims durch den französischen GeneralCorbineau am 5. März gemeint.

chchch) »Diese Streifparteien sollten mit den leichten Truppen, welche, wie manerwartete, das schlesische Heer weit links in der Gegend zwischen Montcornet, Rhetelund Neufchatel'ausgebreitet haben würde, zusammentreffen." Ocsterreichische Militair-zeitschrift von 1837, X. Heft, S. 7V.