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„Die Avantgarde des sechsten Armeecorps rückt gegen Provins undSt.-Martin-des-Champs vor. Prinz Engen von Würtembcrg besetzt denWald von Sordun, der Rest des Armcccorps die Höhen von Mont-les-Poliers und St. Fcreol. Das Hauptquartier desselben bleibt heute inVillcneuvc - au - Chatclot.
„In Nogent wird die Brücke geschlagen. Das vierte Armeecorpsschickt auf dem rechten Ufer der Seine eine Abtheilung von Meriot gegenBran, um das dortige Defilce vom Feinde zu reinigen. Der Hauptkheildes Corps bleibt in seiner Stellung auf dem linken Ufer, besetzt auf demrechten aber auch Meriot und das Defilec von Nogent."
Da die zweite Meldung des Generals Davidoff die Nothwendigkeiterhöht hatte, gegen die Marne zu auf der Hut zu sein, so befahl FürstSchwarzenbcrg dem General Kaissaroff, am 16. zu Fcrc-Cham-pcnoisc zu stehen, Sezanne stark besetzt zu halten, zahlreiche Patrouillenund Parteien gegen Montmirail, Epernay und auf der Straße von Arcisnach Chalons vvrzusendcn, und sich links über Villcnovc mit dem sechsten,rechts gegen Arcis aber mit dem fünften Armcccorps in steter Verbindungzu erhalten*).
Im Laufe des 16. erhielt Fürst Schwarzenbcrg noch verschie-dene Meldungen, die zum Theil untereinander im Widersprüche standen.General Tcttcnborn berichtete aus Epernay vom 15. März um zehn einhalb Uhr des Vormittags, den Verlust von Rheims**), seinen eigenenRückzug nach Epernay, die Besetzung von Dormans durch die Franzosen,und ihr Anrücken auf der geraden Straße von Rheims gegen Epernay.In einem zweiten Schreiben des Generals Tcttcnborn gleichfalls vom15., aber aus Vclyc um elf Uhr des Nachts, meldete dieser Anführer dasGefecht, welches er am Tage bei Epernay bestanden, seinen Rückzug nachDelye, die Aussagen der Gefangenen, daß Napoleon von Rheims aufChalons marschire, fügte jedoch bei, daß er über letzteren Umstand nichtsGewisses berichten könne, „weil keine seiner auf Chalons geschickten Parteienbis jetzt noch zurückgekommen sei// Endlich lief am Abend des 16. indem Hauptquartiere des Fürsten Schwarzenbcrg zu Pont-sur-Seineauch ein Schreiben des Fcldmarschalls Blücher aus Laon vom 12. MärzMorgens um zehn Uhr ein, welches den Rückzug Napoleons nachSoissons, und dessen Verfolgung durch den General Tschernitscheff
H Kaissaroff stand auch mit dem bei Batry stehenden General Lettenborn inVerbindung, wie dies aus einem, von der österreichischen Militairzcitschrift von 1637,Xl. 138, angeführten Berichte des Feldmarschalls Fürsten Schwarzenberg an denKaiser von Oesterreich hervorgeht.
**) Es ist bemerkenswerth, daß am 16. aus Brienne-le-Chateau vom 15. desAbends um acht Uhr ein Schreiben des russischen Gcneralquarncrnieistcrs BaronDiebitsch an den österreichischen Chef des Gcnrralstabcs Grasen Radetzky zu Pont-sur-Seine eintraf, worin die Einnahme von Rheims als unwahrscheinlich dar-gestellt wird. Dieses Schreiben kam am 16. des Vormittags in dem, von Bricnnezehn deutsche Meilen entfernten Hauptquartiere Pont-sur-Seine an (siehe das Schrei-ben des Generals Diebitsch in der österreichischen Militairzeitschrift von 1837, XI.128, 129). Eine ganz ähnliche Mittheilung, gleiche Zweifel über die Wiederein-nähme von Rheims durch die Franzosen aussprechend, hatte der General Barclayde Tolly aus Brienne an den Fcldmarschall Wrede gesandt-