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die Hochfläche der Aisne und Lctte, zwischen Oulches und Craonelle, undstand links mit dem Porkschen, rechkS mit dem Sackenschcn Corps in Der-bindung. Die vereinigte Vorhut der beiden preußischen Corps des linkenFlügels, welche der General Kahler befehligte, stand zu Berry - au - Bac,Pontavairc und an anderen Puncten des Aisneusers. Jenseits des Flusses,vorwärts Berry-au-Bac, überwältigte Kahler mit dem zweite» Leib-husarcnregimente mehrere Schwadronen französische Dragoner, und machte150 Gefangene, meist schwer verwundet*).
Am 14. stieß der General Merlin mit seiner leichten Cavallcrie-division vom Corps des Marschalls Marmont, welches Befehl hatte, dieBesatzung von Rhcims auf der Straße nach Bcrry-au-Bac zu verfolgen**),bei Courcy ***) auf die preußische Vorhut unter dem General Kahler, undgriff, glaubend, er habe es nur mit den, am Tage zuvor bei Rhcimsgeschlagenen und durch den Nachtmarsch armattcten Truppen zu thun,unbedenklich an. Der tapfere General Kahler riß ihn schnell aus demIrrthume, indem er ihn durch einen kräftigen Angriff zurückwarf, und200 Mann gefangen nahm. Als aber die Division Riccard, welche diegeschlagene Reiterei Merlins aufnahm, anlangte, mußte Kahler überdie Aisne zurückgehen, wohin jene Division vorrückte, den, am linkenUfer des Flusses liegenden Theil von Berry und die benachbarten Höhenbesetzte, auch die Brücke zum Sprengen einrichtete. Der übrige Theil desCorps des Marschalls Marmont cantonnirte in der Umgegend vonCormicy, dic Reiterei zu Sapignculcs, unfern der Aisne, und rechts ch)von der Straße nach Berry-au,Bac.
Während dies auf dem äußersten linken Flügel des schlcsischen Kriegs-hccrcs vorging, war auf dem äußersten rechten General Bülow nachNoyon vorgerückt, und hatte Compicgne auffordern lassen. Nach crsolgierabschlägiger Antwort wurde der Platz vom rechten Ufer der Oise aus einigemGeschütze beschossen, jedoch ohne allen Erfolg
Blücher, der nur sehr unvollkommene Nachrichten von der ArmeeNapoleons erhielt, halte am 14. des Morgens eine Disposition fürsein Kriegsherr erlassen, in welcher er von den beiden Voraussetzungen aus-ging, daß der Feind entweder „hinter Soissons und Fismes stehenbleibe, um Verstärkungen an sich zu ziehen, und einen neuen Angriffs-vcrsuch zu machen", oder „mit seinen Hauptkräften über Chatcau-Thierryoder Meaux gegen die große Armee marschire". Für den ersten Fall be-stimmte der Feldmarschall, daß alle Corps wieder die Richtung nach Laon
*) Plvtho, III. 353. Er sagt, daß es sieben Schwadronen waren. DieseDragoner müssen von dem Corps MarmontS zur Bewachung der Aisne bei Berry-au-Bac zurückgelassen worden sein, und scheinen sich auf FiSmes zurückgezogen zuhaben, sonst müßten sie auf die Trümmer der Besatzung von Rheims, welche am14. des Morgens um fünf Uhr zu Berry-au-Bac anlangten, gestoßen sein.
**) Siehe S. 632 dieses Theiles.
***- Wenige Stunden von Rheims, wenn in liocli, l. 442, nicht irrihümlichCourcy statt Courey steht.
-f) Von französischer Seite gesehen.
-j-f- C. v. W-, S. 232.