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Anwesenheit dcr Bevollmächtigten aller kriegführenden -Mächte auf demCongresse, freilich nicht, wie er durch Maret beifügen ließ, um hieraufz» bestehen, sondern nur um Zeit zu gewinnen, und Aufklärungen über dieGestaltung zu erhalten, welche die Verbündeten Europa künftig geben wollten *)-Caulaincourt aber, der die Sachlage besser übersah, und die Männer, mitdenen er es zu thun hatte, genauer kannte, war der richtigen Meinung,daß diese Note eher einen Bruch der Unterhandlungen herbeiführen, alsAufklärungen veranlassen werde, und übergab sie weislich nicht. An seinenGebieter schrieb er dann unter dem 6. März:
„Sircl die Frage, deren Entscheidung öbschwcbt, ist so wichtig, undkann in einem Augenblicke so verderbliche Folgen nach sich ziehen, daß iches, auf die Gefahr hin, Eurer Majestät zu mißfallen, für meine Pflichthalte, wieder auf das zurückzukommen, was ich schon so oft berichtet habe.Meine Ansicht rührt nicht aus Schwäche her, Sirc; ich sehe deutlich alleGefahren, welche Frankreich und den Thron Eurer Majestät bedrohen,und beschwöre Sie, ihnen vorzubeugen. Opfer müssen gebracht werden,und zwar bei Zeiten. Gleichwie zu Prag wird uns, wenn wir uns nichtvorsehen, die Gelegenheit entschlüpfen. Die gegenwärtige Lage hat mit derdamaligen mehr Aehnlichkcit, als Eure Majestät vielleicht meint. Zu Pragist der Friede nicht geschlossen worden, hat sich Oesterreich gegen uns erklärt,weil man nicht hat glauben wollen, daß die Zeitbestimmung strenge gemeintsei. Hier wird die Unterhandlung sich zerschlagen, weil man sich nichtüberredet, daß eine Frage von so großer Wichtigkeit von dcr und dcr Ant-wort, die wir geben, und davon abhänge, daß Liese Antwort vor dem unddem Tage gegeben werde. Je mehr ich indessen erwäge, was vorgeht, umso fester bin ich überzeugt, daß, wenn wir den verlangten Gegcnentwursnicht übergeben, und wenn derselbe nicht Abänderungen der FrankfurterGrundlagen enthält, Alles zu Ende sein wird. Ich wage zu sprechen,Sire, wie ich denke: weder die Macht Frankreichs, noch dcr Ruhm EurerMajestät hängt von dem Besitze von Antwerpen oder irgend eines anderenPunctes der neuen Grenzen ab. — Ich nehme mir heraus, zu wiederholen,daß diese Unterhandlung keiner anderen gleicht. Sie ist sogar allen denUnterhandlungen, die Eure Majestät bisher geleitet haben, gänzlich cntge,gcngesetzt. Wir sind weit entfernt davon, dominiren zu können; nur indemwir mit Geduld und Mäßigung dem einmal angenommenen Gange folgen,dürfen wir hoffen, unser Ziel zu erreichen. Uns davon entfernen, hießeAlles verderben. Die Engländer werden wegen ihrer Verantwortlichkeit, sowie die haßerfüllten Menschen, welche hier sind, um ihre Rache zu befrie-digen, gewiß lieber brechen, als auf Grundlagen, die sie beseitigt haben,zurückkommen, oder sich auch nur, von ihnen ausgehend, in Erörterungeneinlassen. — Wenn die Unterhandlung einmal abgebrochen wird, so mögeEure Majestät nicht glauben, dieselbe wieder anknüpfen zu können, wie
*) Man kann sich, wenn man ein solches Verfahren überlegt, nicht erwehren,zu glauben, daß Napoleon sich gar nicht die Mühe gegeben habe, dem Gange derUnterhandlungen zu Lusigny und den Berichten seines Bevollmächtigten große Auf-merksamkeit zu schenken.
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