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tractate zu übergeben, der alle, vvn ihnen zur Herstellung des politischenGleichgewichtes nöthig erachteten Grundlagen enthielt, so wie sie wenigeTage zuvor von der französischen Regierung selbst in einem Augenblickeangeboten worden waren, wo dieselbe ihre Existenz vermuthlich für gefährdetansah. In diesem Entwürfe waren die Grundsätze der Wiedcraufbauungdes europäischen Staatsgcbäudcs aufgestellt. Frankreich, wieder in dieGrenzen zurückgetreten, welche Jahrhunderte von Ruhm und Wohlstandunter der Herrschaft der Könige ihm gesichert hatten, sollte mit Europadie Wohlthaten der Freiheit, der Nationalunabhängigkeit und des Friedenstheilen; es hing nur von seiner Regierung ab, durch ein einziges Wortden Leiden der Nation ein Ziel zu setzen, ihm neben dem Frieden seineColoniecn, seinen Handel und die freie Uebung seines Gewcrbfleißcs wiederzu geben. Verlangte es noch mehr? Die Mächte hatten sich erboten,auf freundschaftliche Art seine Wünsche wegen Bcsitzgegenstättden wechsel-seitiger Convcnicnz, welche außer Frankreichs Grenzen vor dem Rcvolu-tionskricge lagen, in Betracht zu ziehen.
„Vierzehn Tage vergingen ohne Antwort von Seite der französischenRegierung, die Bevollmächtigten der Alliirkcn drangen auf einen pcrcmtori-schcn Termin zurAnnahme oder Verweigerung der Friedcnsbedingungcn. Manließ dem französischen Bevollmächtigten freie Macht, einen Gegcncnkwurf zuübergeben, in so fern nur dieser Gegcnentwurf im wesentlichen Sinne denvon den alliirtcn Höfen vorgeschlagenen Bedingungen entspräche. Der10. März wurde durch gemeinschaftliche Uebereinkunft dazu bestimmt-Diese Frist lief ab, ohne daß der französische Gesandte etwas Anderesvorlegte, als Papiere, die statt zum Zweckt zu führen, nur fruchtloseUnterhandlungen verlängert haben würden. Auf Begehren des französischenBevollmächtigten wurde eine neue Frist von wenigen Tagen bewilligt.
„Am lü. März endlich übergab dieser Bevollmächtigte einen Gcgcn-cntwurf, welcher nicht mehr zweifeln ließ, daß das Unglück Frankreichsnoch keine Sinnesänderung bei seiner Regierung erzeugt hatte. Dieselbewich von den Vorschlägen, die sie selbst gemacht hatte, ab und verlangte indiesem neuen Entwürfe, daß dem französischen Geiste fremdartige Völker,Völker, die Jahrhunderte von Herrschaft nicht mit der französischen Nationverschmelzen könnten, fortdauernd zu derselben gehören sollten. Frankreichforderte einen, mit der Herstellung des politischen Gleichgewichtes unver-träglichen, und all« Verhältnisse mit den übrigen großen europäischenStaaten überschreitenden Ländcrbcsitz. Es wollte die Offensivpunctc undPositionen behalten, mittelst welcher seine Regierung zum Unglücke Europasund Frankreichs in den letzten Jahren den Umsturz so manchen Thronesund so manche Erschütterung bewirkt hatte. Glieder der in Fankrcichregierenden Familie sollten wieder auf fremden Thronen herrschen. Diefranzösische Regierung endlich, die seit so vielen Jahren, nicht wenigerdurch Anfachung der Zwietracht als durch Waffengewalt zu herrschengesucht hat, wollte fortdauernd über die inneren Verhältnisse und dasSchicksal der Mächte Europas gebieten.
Die alliirten Höfe würden durch Fortsetzung der Unterhandlungen