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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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ferst die ganze französische Gardecavallcrie, die schwere eingeschlossen, vor derleichtesten Reiterei, die es giebt, vor ungarische» Husaren und vor Kosaken,die noch überdies in der Minderzahl waren.

Schon sprengten einzelne Reiter in vollem Schreck durch Arcis, derBrücke zu. So groß war die Gefahr, daß Napoleon den Degen zog,sich den Fliehenden entgegenstellte, und schrie: „Laßt sehen, wer von euchvor mir über die Brücke kommen wird*)!" Das that der Flucht Einhalt,und da eben auch die alte Gardcinfanterie des berühmten Generals F-riantam rechten Ufer erschien, im Sturmschritte über die Brücke marschirte, undsich vor Arcis aufstellte, kehrte allmälig Ordnung und Zuversicht zurück.Frimont vermochte die errungenen Vortheile nicht zu verfolgen, weil diefranzösische Reiterei jetzt von Napoleons bestem Fußvolkc und von Ueber-macht a» Geschütz unterstützt wurde. Doch wagte Sebastiani nicht,seinerseits zum Angriffe überzugehen, und beschrankte sich, die Husaren undKosaken durch seine Artillerie ferne zu halten.

Auf dem rechten Flügel des fünften Armeccorps befahl der Feldmar,schall Wrede dem General Volkmann, mit seiner Brigade") das DorfGrand-Torcy wegzunehmen. Der Besitz dieses Punctes war von cntschci,dcndcr Wichtigkeit, weil 500 Schritte hinter den hintersten Häusern desDorfes das Schloß von Arcis und ncben diesem die Aubebrücke lag.General Volk mann hatte Auftrag, nach der Einnahme von Grand-Torcy,Arcis rechts zu umgehen, und sich dieser Drücke zu bemächtigen, wodurchder Doppclzweck erreicht werden zu können schien, sowohl die, noch amrechten Ufer befindliche, französische Infanterie am Herübermarschc zu hindern,als auch zugleich den, auf dem linken Ufer stehenden, feindlichen Truppenden Rückmarsch zu verlegen. Es scheint aber, daß für diesen wichtigenZweck anfangs nicht Truppen genug vorhanden, wenigstens nicht verwendetwurden, denn jenen fünf Bataillonen folgten zur Unterstützung nur diezwei Bataillone Szeckler Grenzer- General Spleny ***) bewachte fort-während das Aubcuscr von Chaudrcy bis Pctit-Torcy, und deckte die rechteFlanke und den Rücken des fünften Armeecorps.

Wahrend nun die Baiern im Centrum vorrückten, und den Feindzwar gegen Arcis zurückdrücktcn, aber von dessen überlegenem Geschütze alsbaldim Zaume gehalten wurden, ging General Volkmann rechts der Straßevon Lcsmont vor. Als er, um zwei Uhr des Nachmittags, über Petil.-Torcyhinausmarschirt war, gewahrte er, daß Grand-Torcy, wie ohnehin nichtandc»s vermuthet werden konnte, vom Feinde stark besetzt sei. Es war dieBrigade Rousseau von der Division Jansens, welche in und ncben demDorfe, unterstützt von einiger Reiterei und Artillerie, stand. Das Bataillondes Majors Mctzen ff), neben welchem zwei Compagnieen rechts am Fluß,ufcr plänkelnd vorgingen, erstürmte Großtorcy, warf, als es jenseits von

Itocli, II. 68, und alle übrigen französischen Quellen einstimmig.

") Sie bestand aus vier Bataillonen des Infanterieregimentes Erzherzog Rudolph,und aus einem Bataillon des Infanterieregimentes Jordis.

"*) Mit dem dritten österreichischen Jagerbataillon, den Regimentern KnesevtchDragoner, Schwarzenberg Uhlanen, und einer Eavalleriebatterie.

-j-) Bon, Regimente Erzherzog Rudolph.

WüM