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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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üb« Fcre-Champenoise. General Belliard riech, sich für die letztere zuentscheiden; es sei zu gewagt, stellte er vor, sich init der Armee in eineweite Ebene einzusenken, ohne zuvor genau überzeugt zu sein, daß sie vomFeinde auch wirklich frei wäre; über Fcre-Champenoise sei es nicht weiterals über Vatry, im Falle eines Rückzuges habe man eine vortrefflicheStraße nach Paris, weßwcgcn man ohne Gefahr Reiterei bis an den FlußSommc-Sonde*) verschieben könne. Dieser Meinung trat auch der Mar-schall Morticr bei; nicht so sein College Marmont, welcher nichtsfürchtete, als daß die preußischen Corps ihm in den Rücken kommen könnten.

Es wurde daher beschlossen, die Straße über Vatry zu wählen, welche inder That die kürzere war"), und General Vincent erhielt zugleich denAuftrag, mit 200 Mann junger Garde, 50 Dragonern und 50 Ehrcn-garden gegen Montmirail vorzugehen, und die Bewegungen der von Chatcau-Thicrry vorrückenden Preußen zu beobachten. Es währte nicht lange, sostieß Vincent auf die preußischen Patrouillen und plänkelte mit ihnen.

Dagegen stießen die Cavallericabtheilungen, welche die Marschällc, undzwar Morticr von Vatry, wo er sich am Abend ausstellte, auf derStraße nach Chalons, Marmont von Sonde-Notre-Dame und Soude-St.-Croix, wo er als rechter Flügel lagerte, in der Richtung von Maisonsentsendeten, am Tage wenigstens, auf keine Feinde. Dies ist sehr erklärlich,da einerseits die Hauptarmce sich rechts auf Vitry zog, andererseits Win-zingerode von Vatry, Tschcrnitschcff von Sommcsous, Tctten-born von den beiden Soudes nach ihrer neuen Bestimmung abmarschirtwaren. Aussagen der Landlcute verleiteten die Marschällc zu dem Glauben,Chalons sei nur von einigen hundert Reitern von Blüchers Armee be-setzt, und aus der Abwesenheit aller verbündeten Truppen schloffen sie,daß das Haupthecr sich zurückgezogen habe und die Straße nach Vitry freisei. Nun stießen die Vortruppcn der Marschällc, wie erwähnt worden"*),als es schon dunkel war, allerdings auf Rosenbcrg Chcvauxlcgcrs: es mußihnen aber dieser Umstand entweder nicht gemeldet worden sein, oder siehielten, gleichwie Pahlen ihren Vortrab, diese Reiter für eine umher-irrende, von ihrem Corps abgeschnittene Truppe. Weit weniger erklärlichist es, daß die Marschällc durch die außerordentliche Erleuchtung des Hori-zontes bei Einbruch der Nacht, worüber ihnen mehrmals Bericht erstattet >wurde, und die auf die Anwesenheit großer Heere zwischen der Marne >

und dem Coolcbachc deutete, nicht aus ihrer Sicherheit aufgerüttelt wurden,sondern fest bei dem Entschlüsse blieben, am 25. ihren Weg nach Vitry -

fortzusetzen ch). !

*) Ein kleiner Nebenfluß der Marne.

**) Ein Blick auf die Landchartc wird Jeden überzeugen, daß Belliard imIrrthume war, wenn er sagte, es sei von Etoges und Vertus, wo die Marsctällcstanden, ebensoweit über Fere-Chamxenoise als über Batry, denn die letztere Straßebildet die eine Seite eines Dreieckes.

***) Siehe S. 131 dieses Bandes.

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