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Generals Klüx, bog von der Straße links ab und marschirte als Unter,stützung des linken Flügels des Vortrabes auf.
Die Reiterei des Vortbabcs, welche auf Ville-Parisis losging, wurdevom Eindringen in dieses Dorf durch das unvcrmuthcte Feuer vieler, inden Häusern postirtcn, französischen Scharfschützen abgehalten, und sah sichgenöthigt, ihr Fußvolk abzuwarten. General Zicthcn marschirte mit derRescrvcrcitcrci beider Armeccorps links nach der Höhe von Le Pin, umdie rechte Flanke der feindlichen Aufstellung zu bedrohen: aber die Franzosenvertheidigten die Gehölze von Notre-Dame, Grosbois*) und Montsaigleauf das Hartnäckigste. General Compans hatte nach jener Zurückweisungder Reiterei des preußischen Vortrabes dem General Vincent befohlen,sich mit seiner Cavallcrie rechts rückwärts des Dorfes, Front gegen dieStraße, verdeckt aufzustellen.
Als das Fußvolk des Vortrabes anlangte, vertrieb es den Feind ausden Gehölzen von Notre-Damc und Grosbois, während zwei Bataillone**) !auf die Meierei Montsaigle losgingcn. Es kam zu einem sehr lebhaftenScharfschützcngefcchte, da in den Weinbergen und im Walde von Mont,saigle eine beträchtliche Menge feindlicher Plänkler aufgestellt war. Hieraufgriff der Major Hundt die Meierei mit seinem Bataillone im Rücken an,während dasselbe gleichzeitig von zwei anderen Bataillonen in der Frontgeschah. So schwierig auch der erstere Angriff war, weil das preußischeBataillon dabei einem sehr heftigen Flankenfeucr ausgesetzt blieb, gelang erdoch auf das Vollständigste, jedoch um den Preis des Lebens des MajorsHundt, welcher verwundet wurde und am nächsten Morgen verschied.
Die Erstürmung der Meierei von Montsaigle entschied auch den Rückzugdes Feindes aus Wille-Parisis. Als aber das preußische Fußvolk ausdiesem Dorfe allzu ungestüm vorrückte, wurde es von der Reiterei desGenerals Vincent, namentlich den Cürassieren des Obersten Dugconund den polnischen Lancicrs, angegriffen und erlitt einen namhaften Vcr,tust***). Hierauf setzte General Eompans seinen Rückzug fort, nahmAbends um acht Uhr Stellung bei Bondy und ließ am Saume des Waldesvorwärts Livry eine Nachhut.
*) Eine Besitzung des Marschalls Bcrthicr, der bekanntlich einer der größtenJagdfreunde Frankreichs war
**) Des ersten und zweiten westpreußischen Infanterieregimentes. Die beidenBataillone waren, wie Plotho, Ul. 395, berichtet, „um das Gehölz von Montsaigleherumgezogen."
***) Nach Ilocli, II. 409, verloren die Preußen dabei 24l> bis 250 Mann anGefangenen. Dieser Schriftsteller giebt den Verlust der Franzosen auf 200 Mann,jenen der Preußen auf das Doppelte an. Plotho, III. 390, giebt den Verlust derFranzosen zu drei Offizieren und 200 Mann an Gefangenen an, und gesteht, daß diePreußen auch einen sehr bedeutenden Verlust erlitten, namentlich bei der MeiereiMontsaigle, in welcher Beziehung C. v- W., S- 212, nachdem er gesagt, „daß sich !einige Compagnieen Infanterie in dem Dorfe Claye von feindlicher Cavallerie hattenüberraschen lassen')", hinzufügt: „Bei Wegnahme des Vorwerkes Montsaigle ent- ^stand noch ein bedeutender Verlust, da die französischen Truppen, obgleich abgeschnitten,es dennoch hartnäckig vertheidigten." Unter Le» Verwundeten auf preußischer Seitebefand sich auch der Major Waßdorf.
1) Beruht wohl auf einer Verwechselung mit Ville«Parisis; vergleiche indessen S. 178.