182
zu unterdrücken, den der französische General Legrand in diesen Gegendenzu organisircn strebte'). .
Da die Brigade Schcither nur zwei leichte Bataillone*') Fußvolk hatte,wurden ihr zwei Bataillone *'*) von dem Blocadccorps der Festung Auxonncbcigcgcbcn, worauf sie aus Chalons»sur«Saone marschirte, und vor dieserStadt am 4. Februar eintraf. General Legrand ließ zwar durch 200Mann, unterstützt von dem zweiten Aufgebote der Nationalgarde""), dieSaoncbrücke vertheidigen, aber einige Kanonenschüsse reichten hin, denhinter zwei Brustwehren stehenden Trupp zu zerstreuen. Chalons wurdenunmehr besetzt und die Bürgerschaft entwaffnet. General Legrand zogsich mit seinen wenigen Leuten über Givry nach Charolles zurück. DerMajor St. Qucntin, welcher auS Macon**"*) am 25. Januar vondem General Legrand vertrieben worden war und seitdem auf dem linkenUfer der Saone gestreift hatte, traf, als die Brigade Schcither in Chalonseinrückte, dieser Stadt gegenüber in St. Marcel ein, und ging ebenfallsnach dem rechten Ufer.
Die Truppen unter unmittelbarem Befehle des FeldmarschalllieutcnantsGrafen Klebelsberg standen fortwährend am Ainfluße. Da GeneralSchcither in Chalons nur sehr unvollständige Nachrichten über die Lageder Dinge in und um Lyon hatte, beschloß er, nach Macon vorzurücken,um von da aus, falls der Feind jene am Ain stehenden Truppen angreifensollte, diesen Angriff in die Flanke nehmen zu können. Den OberstlieutenantMcnninger von Würzburg Dragonern schickte er mit zwei Schwadronenund drei Compagniecn nach Charolles, um den General Legrand, derhinter die Loire zurückgegangen war, zu beobachten, übertrug dem MajorBallieux mit sechs Compagnien von Devaup und vier von Argentcaudie Sicherung von Chalons und Givry -f), und brach mit dem übrigenTheile seiner Brigade am 8. über Tournus -j-f) nach Macon auf. Da sichaus einer Erkennung ergab, daß Bcaujeu und Dillefranche vom Feindebesetzt wären, wurden die Vortruppen bei La Chapelle und St. Symphorienausgestellt, ihr äußerster Posten war Maison-Blanche. Die Verbindung mitMacon wurde durch zwei Schwadronen wcstphälischer Husaren, welche am13 Februar bei der Brigade eingetroffen waren, zu Tournus erhaltenMajor St. Quentin ging wieder auf das linke Ufer der Saone, und
*) Siehe S. 13t des ersten Bandes dieses Theile-,
**) Ein Zager- und ein Grenzerbataillon. Siehe die Zusammensetzung der zurleichten Division des Grafen Bubna gehörigen Brigade Scheither S. 71 des erstenBandes dieses Theiles die Anmerkung**) I. «).
***) Ein Bataillon vom Infanterieregimente Devaur, eines vom Infanterieregi-mente Argenteau-
****) nstionsl »ellentsire. Siehe tioel», II. 224. Vergleiche über die
Einn^me^von Chalons an der Saone die österreichische Militairzeitschrift von 1821,
'****) Siehe S. 126 des ersten Bandes dieses Theiles, und vergleiche S. 125.Zwischenpunct zwischen Chalons und Charolles.fch) Liegt wie Macon am rechten Ufer der Saone.
ichs) Ntllcfranchc liegt auf der Straße von Macon nach Lyon, Beaujeu seitwärts,chj-ff) Von der österreichischen „deutschen Legion."