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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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andere feindliche Truppen, welche jenseits des Kanales bei La Billette standen,unterhielten ein sehr lebhaftes Geschütz/ und Gewehrfeucr, welches denbeiden tapferen Gardebataillonen großen Verlust zufügte. Der OberstlieutenantBlock*) und fast alle seine Offiziere wurden verwundet. Dennoch bliebendie zwei tapferen Bataillone fest bei dem Entschlüsse, auf der theuererkauften Stellung auszuharren bis auf den letzten Mann.

Um diese Zeit hatte der Feind folgende Stellungen gegen die preußischeGarde inne. Auf den Anhöhen von Pro,St.-Gervais, fast in ihrerlinken Flanke, stand zahlreiches Geschütz, welches theils gegen das sechsteArmcccorps und gegen Romainvillc sein Feuer richtete, theils aber dieEbene von Pantin bestrich, wo nur sehr wenige Kanonen der Verbündetenin Thätigkeit waren. Der größte Theil des Dorfes Pro-St.-Gervais warvon französischen Scharfschützen wieder besetzt. Auf der Ebene zwischenPrä und Lein Kanal standen zwei französische Jnfantcriecolonncn rechtsund links der Straße**), vor sich eine Kette von Scharfschützen, auf derStraße selbst vier Kanonen, am Kanal eine Batterie von zehn schwerenGeschützen, deren Feuer gegen Pantin sich init dem von den Höhenkreuzte. Hinter den einzelnen Häusern an der Straße waren, durch dieselbenzum Theil verdeckt, die Reserven aufgestellt, deren Stärke man daher nichtgenau beurtheilen konnte. Jenseits des Kanales bei La Billette war nochdie Division Curial mit Geschütz aufgestellt; die Brücke aber, welche unweitPantin über den Ourcqkanal führt, war bereits von den Scharfschützendes ersten Bataillons des zweiten preußischen Gardcrcgimcntes besetzt, welchelängs dem Kanale vorgegangen waren.

Die beiden Bataillone, über welche statt des verwundeten Block derOberstlieutenant Witzlcben den Befehl übernommen hatte, waren sonachin einer sehr schwierigen Lage. Oberst Alvensleben fühlte jedoch keineNeigung, sie durch einzelne frische Abtheilungen zu unterstützen, weil erüberzeugt war, dadurch seine Strcitkrästc zu zersplittern, und ungeheurenVerlust zu erleiden, ohne irgend einen entsprechenden Erfolg zu erzielen.Seinem Grundsätze treu, in Massen anzugreifen***), erbat und erhielt ervon dem Grafen Barclay de Tolly die Erlaubniß, seine ganze Brigadezum Angriffe zu verwenden.

Oberst Alvensleben ließ nun die beiden Bataillone preußische undbadische Garde unter dem Obersten Müffling, welche bisher hinter Pantingestanden, durch das Dorf rücken, und zu den zwei, am Ausgangc desselbenunter dem Oberstlieutenant Witzleben stehenden stoßen, dcßglcichen dievier Bataillone, welche links von Pantin aufgestellt waren, vorgehen ff).

*) „Hier erhielt der Oberstlieutenant von Block eine starke Quetschung undeinen Streifschuß durch eine Kartatschenkugel, welche ihn nöthigte, sich auf einigeZeit zurückbringen zu lassen, auch wurden meist alle Offiziere dieser beiden Batailloneverwundet." Plotho, Hl. 497.

**) Rechts Truppen der Division Boyer-de-Rebcval, links die Brigade Secretant.

***) Plotho, lll. 407.

ch) Major Schels (österreichische Militairzeitschrift von 1840, II. 196) bemerktHiebei, daß diese vier Bataillone durch ihr Vorgehen „auch die rechte Flanke der,unter der Höhe von Pr--St.-Gervais stehenden Colonne Pischnitzky deckten."