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Zweiten Theiles Zweiter Band.
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gefaßten Entschlüsse ersparten zum Glücke jedes weitere Blutvergießen, dieArmeen der Verbündeten blieben am 5. in ihren Stellungen, und es fandennur folgende Bewegungen statt. General Emanuel ging nach La-Ferte-Alcps, und erhielt Befehl, einen Theil seiner leichten Reiterei über dieEssonnc zu senden, und in der Richtung von Fontaincblcau zur Einziehungvon Nachrichten streifen zu lassen. Die preußische Vorhut des GeneralsKatzlcr stand bei Arpajon und Limours, und ihre Vorpostcnkcttc lief vonEstampcs über Dourdan, Rambouillet, bis Montfort. Der Kronprinzvon Würtcmberg schickte nach dem auf dein - rechten Ufer der Seineliegenden Theile von Melun, welchen Kaissarosf mit seinen Kosaken besetzthatte, zwei Bataillone und eine halbe Batterie vom dritten Armcccorps.Die Avantgarde des vierten Armcccorps ging bis gegen Essonnc vor, wosie auf die Vorhut des Morlicrschen Corps stieß. Die beiderseitigen Vor-postcncommandanten schlössen eine Ucbcrcinkunft, den Ort gemeinschaftlichzu besetzen und zu bcnützcn, und die Feindseligkeiten nur nach crfolgterAufkündigung wieder zu beginnen. Eine ähnliche Ucbcrcinkunft hatte GrafPahlcn mit dem, ihm gegenüberstehenden, französischen Vorpostcneomman,dantcn getroffen. General Teltenborn rückte über Bray-surr Seinevor, Tschernitscheff kam am 6. April nach Pithivicrs aus der Straßevon Orlcans, Winzingerodc hatte mit dem Hauplthcilc seiner ReitereiScns, welches von dem General Alix geräumt worden, besetzt*).

Es ist bereits erwähnt worden, daß Napoleon noch am Abende des3. April die Vorrückung seiner Truppen gegen Paris hatte beginnen lassen**),und es dürfte nur sehr geringem Zweifel unterliegen, daß er in der Thateine Schlacht gewagt haben würde, um sich wieder in den Besitz derHauptstadt zu setzen, wenn nicht die Marschälle die Rolle des stummenGehorsams, die sie bisher gespielt, mit der eines thätigen und sclbstständigcn

gegebene Disposition, nach welcher die Armee im Falle eines feindlichen Angriffes sichin Schlachtordnung zu stellen hat; diese muß morgen auf dem ersten Befehl voll-zogen, und dasjenige genau befolgt sein, welches in der Disposition vom 3. diesesMonats anempfohlen ist. — Es wird als Hauptidee angegeben, daß das Plateauhinter der Avette und Orgc defensive behauptet, dabei aber der Feind mit dergrößten Lebhaftigkeit angegriffen werde, wenn er trachten sollte, durch die Desileender Duette und Orge zu dcbouchiren. — Der schlesischcn Armee ist aufgetragen, dieStraße von Lrleans zu behaupten, vorzüglich aber sich sogleich in die Offensive zusetzen, so wie sie entweder selbst angegriffen wird, oder die Stellung auf dem Plateauvon Juvissy, Savigny und Morangis angegriffen sehen sollte. Im letzteren Fallewird sie insbesondere trachten, «ine Tete bis Montlhery zu senden, und zwischendiesem Orte und Longjumcau mit der größten Masse auf die Höhen von Fleury,Le Plessis, Lc-Eomke-Prigny und Mousson zu marsehircn, und dem Feinde in denRücken zu fallen. — Sollte der Feind die Stellungen bei Juvissy und Savigny nurmaskiren, und mit mehreren Colonncn die schlcsische Armee angreifen wollen; sowerden die Defilees des Plateaus von Juvissy vertheidigt, und die schlesische Armeewird durch einen Angriff auf des Feindes Flanke unterstützt werden. — Da dieBewegungen des Feindes die näheren Bestimmungen geben, so habe ich hiemit undim Allgemeinen meine Idee mitgetheilt, und erwarte zufolge dieser von den, erprobtenEifer und von der Kenntniß der Herren Armeecorpscommandaiitcn den glücklichstenErfolg. — Das Hauptquartier bleibt in Chevilly- Petit-Bourg am 4. April Idi4,Abends um 9^ Uhr. Schwarzenberg." Plotho, lll. 433.

Oestcrreichische Militairzeitschrist von 1840, IV. 23, 26.

**) Siehe S. 494 dieses Bandes.