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Philibcrt Delorme.
Diese Methode gewährt auch in mehr als einer Hinsichtbedeutende Ersparnisse. Wegen ihrer Leichtigkeit erlaubt sie,die Mauern nicht so dick zu machen, als es die großen Bau-hölzer erfordern; sie erlaubt ferner die Anwendung aller Holz-arten und will gerade diejenigen am liebsten, die am wenigstenkosten, z. B. das Tannen-, Linden-, Pappelholz u. s. w.Endlich verdient sie wegen der Leichtigkeit, in eintretendenFällen Reparaturen vorzunehmen, den Vorzug vor allenanderen Systemen der Zimmerarbeit. Man kann in der Thatein Stück durch ein Anderes ersetzen, die einzelnen BogenStück vor Stück auseinander nehmen und wieder zusammen-setzen, ohne daß durch die Trennung eines Theiles irgendeine Unordnung weder in den Theilen noch in dem Ganzenhervorgebracht wird.
Die Erfinduug Philibcrt Delorme's, die man in unsererZeit wieder erneuert und in Aufnahme gebracht, ist der haupt-sächlichste Titel seines Ruhms geworden; die Uebrigen wurdenvom Ungemach der Zeit und des Glücks verschlungen, welchesihn indessen während seiner Lebzeit besser behandelt zu habenscheint. Die Gunst der Katharina von Medicis wies ihmdie Einkünfte der Abteien von Saint-Eloi, Noyon undSamt-Serge d'Anvers an; übcrdieß wurde er, obgleich ernur erst die Tonsur hatte, zum Rath und ordentlichen Almo-scnier des Königs ernannt. Man versichert, daß diese ver-schwenderischen Gunstbezeigungen unsern Architekten hochmüthiggemacht, was sehr möglich, und ihm Neider erweckt, wasnoch wahrscheinlicher ist. Unter den Letzteren soll sich der DichterRonsard befunden haben. Die Satyre: Iruello cro 58 ee
(die Mauerkelle mit dem bischöflichen Hirtenstabe), die manihm zuschreibt, ist augenscheinlich gegen Delorme gerichtet. Alsdieser Gouverneur der Tuilerien war, verweigerte er Ronsardden Eingang in den Garten. Der Dichter schrieb folgendedrei abgekürzte Worte an das Thor: