Band 
Zweiter Band.
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Domem'co Fontana.

ihn mit starken Bohlen, längs welchen man noch rings u»ss dieseArt von Kistenpackung lange eiserne Stangen legte. Die so ver-wahrte Masse wog ungefähr fünfzehn mal hundert tausend Pfund.

Das Erste, was nun zu thun, war: den Obelisk in dieHöhe zu heben, von seinem Piedestale herabzunehmen, ihn zuneigen und auf den Wagen zu legen, welcher bestimmt war,ihn an seinen neuen Ort zu transportiren, dann ihn dortwieder aufzurichten und ihn auf das neue Piedestal zu setzen:lauter Arbeiten, deren Detail Fontana in dem von ihm her-ausgegebenen Werke (Del Aloclo tenuto uel Irssportarel'odclisco Vsticauo etc.) selbst beschrieben.

Den 30. April 1586 fand in Gegenwart einer unzähl-baren Menge Zuschauer, welche die Neugierde von allenSeiten herbeigezogen, die erste Arbeit Statt. Der Obeliskwurde von seiner Basis herabgenommcn, gesenkt, den 7tcnMai auf die Walzen gelegt und auf die Unterlage von Zim-merholz gebracht, welche man von dem Orte an, wo er sichbisher befand, bis zu der Stelle, die er jetzt einnimmt, bereitethatte. Den IZten Juni wurde er mittelst vier Walzen und nurvier Winden in Bewegung gesetzt. Wegen der großen Hitze,welche die Arbeiter belästigte, fand der Papst für gut, die Auf-richtung des Obelisken bis zum nächsten Herbste zu verschieben.

Das Fußgestell des Obelisken war, wie schon erwähntworden, 40 Palmen tief in der Erde vergraben und bestandaus zwei übereinander liegenden Stücken. Die Basis mitihrer Hohlkehle war aus einem Stücke und der Sockel vonweißem Marmor. Fontana verwendete den Sommer dazu,das neue Fußgestell zu bereiten; und da alle Anordnungenbeendigt waren, wurde der 10te September zur Aufrichtungdes Denkmals bestimmt. Es ging Alles mit dem glücklichstenErfolge von Statten. Sirius V. ließ aus der Spitze desDenkmals ein Kreuz von Brouze errichten, welches 40 Palmenhoch war, mit welchem nun die ganze Höhe 180 Palmen beträgt.