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Zweiter Band.
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Domcnico Fontana. 71

architektonischer Natur, ihm einen Platz unter den berühm-teftcn Meistern seiner Zeit anweisen konnten. Sirtus V.bot ihm eine solche Gelegenheit dar, indem er ihn mit denunermeßlichen Arbeiten beauftragte, welche zu St. Johannvon Lateran und in den dazu gehörigen Gebäuden Stattfinden sollten. Der vor dieser Kirche in der Richtung dergroßen Straße, die ihr den Anblick von 8snta Alaria^iore gewährt, aufgerichtete Obelisk forderte, daß eine,dieser Ansicht würdige Fa^ade, auch dieser Scitcnpartie derBasilike zur Frontispice diente. Fontana erhielt demnachden Auftrag, auf der Linie ihres Kreuzes, rechts, einenPortikus von zwei übereinander gestellten Bogcnrcihen auf-zuführen. Die Untere ist dorischer Ordnung, und eine ko-rinthische ziert die Pfeiler des obern Portikus, welcher zurfür die Erthcilung des päpstlichen Segens dient.

Anstoßend an diesen Portikus, hatte Fontana die Ehre,den Lateran'schcn Palast, vielleicht den beträchtlichsten inRom, nach dem Vatikan , aufzuführen. Schwerlich wirdman eine imposantere und zugleich regelmäßigere Masse voneiner verständigern Anordnung anzuführen vermögen. Siebesteht, mit Inbegriff des Erdgeschosses, aus drei Etagen.Die Fanden haben keine andere Verzierung, als Fensterein-fassungen in den beiden oberen Etagen, abwechselnd mitspitzwinkeligen und gebogenen Giebeln. Ein großes undreiches Gesims krönt mit vielem Adel dieses große Viereck.

Um diesen Palast zu bauen, war Fontana genöthigt,die 8cala 8anta vor die benachbarte Kapelle 8sncta 8anc-torum zu verlegen. Zur Bequemlichkeit fügte er derselbenzwei Seitcntreppen bei und führte vorwärts eine Fa^adeauf, die im Erdgeschosse aus dorischen Säulenlauben besteht,über welche sich eine Etage von fünf Fenstern in einer Reihe erhebt.Man tadelt mit Recht in dem dorischen Friese eine Anordnungvon Drcischlitzen, deren Unregelmäßigkeit überflüssig war.