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Strebepfeiler zu befestigen, begnügte er sich mit Grundmauernvon übereinander geworfenen Steinen: ein Mauerwerk, welcheszu gewöhnlichen Construktionen gut ist, aber erst mit der Zeitdie ganze Solidität erhält, deren es fähig ist. Daher die Be-schädigungen an dem Glockenthurme, welchen Bernini aufdem ihm von Maderno zubereiteten Untersatze auf der einenSeite des Portals aufgeführt, welches einen Zweiten alsGegenstück erhalten sollte.
Endlich scheint auch Maderno der Verlängerung, welchedas Projekt Michel Angelos durch das Seinige erhalten, einefalsche Richtung gegeben zu haben. Da die Oberfläche desBodens, auf welchem der Bau aufgeführt werden sollte, mitden Trümmern der alten Basilika und den nöthigen Materialienzu der neuen bedeckt war, verlor er die Linie des Mittelpunktsaus dem Gesichte und führte die Grundlagen viel zu weitnordwärts. So lange man noch unterhalb der Oberfläche desBodens arbeitete, schien die Abweichung nicht sehr merklich;man nahm sie erst wahr, als man die Oberfläche erreicht.Maderno wollte nicht zu erkennen geben, daß er sich geirrthabe. Um indessen den Fehler zu verbessern, richtete er seinenAufriß so viel wie möglich nach der Linie des alten, ohneaber seine Fundamente auf der Seite gegen Mittag breiterzu machen. Und so geschah es denn, daß hier am Ende derGiebelseite das Fundament nur einen Vorsprung von 1 Fuß4 Zoll vor der Perpendikularlinie des Aufrisses hatte. Dießwurde erst in der Folge entdeckt, als man genöthigt war, diesenTheil der Construction zu untersuchen, um die erforderlicheNachhülfe zu leisten.
Die drei Hauptvorwürfe, welche Maderno von SeitenFontana's in den Details der, der St. Peterskirche gegebenenneuen Anordnungen gemacht wurden, betreffen Istens die Neben-schiffe; 2tens die ovale Form ihrer Kapellen und 3tens dieAusdehnung des Portals der Kirche in der Breite.