Band 
Zweiter Band.
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Carlo Maderno .

acht Jahren die St. Peterskirche vollendet, wurde ihm auchdie Vollendung des päpstlichen Palastes auf dem Ouirinalübertragen. Er fand hier eine treffliche Gelegenheit, seineTalente in einer andern Art zu beurkunden; und man ist all-gemein einverstanden, daß er sich durch die Construktion derpäpstlichen Kapelle und die Eintheilung der Gemächer sehrviel Ehre erworben.

Die Reparaturen und Verschönerungen an dem PalasteOlgiati, der Kirche der Stkgmaten gegenüber; desgleichen andem Palaste der Familie Borghese und an dem Palaste Ludo-visi, gegenüber der Kirche der heiligen Apostel, trugen ebenfallszur Vergrößerung seines Ansehens bei.

In den Ruinen, die man zu Rom den Tempel des Frie-dens nennt, befand sich eine sehr" schöne kannellirte Säule vonweißem Marmor aus einem einzigen Stücke. Maderno machtedem Papst den Vorschlag, sie auf den Platz von Santa AisriaAls^ioro transportiern zu lassen. Der Vorschlag wurde an-genommen, und diese Säule vor dem Hintern Eingänge derBasilika auf einem Piedestale von Marmor aufgerichtet und miteiner ehernen Bildsäule der heiligen Jungfrau mit dem Jesus-kinde gekrönt.

Bei den Bädern des Diokletians baute Maderno dieKirche della Vittoria. Aber nur das Innere ist von ihm.Das Portal mit zwei Säulenordnungen übereinander wurdevon Soria erbaut.

Man schreibt ihm auch die Erbauung der Kirche der SantaImdia in Selee und des St. Klarenklosters zu.'

Wir übergehen die in der Kirche della Minerva vonMaderno ausgeführten Vergrößerungen in der Architektur desChors, in den Kapellen der Mariä Verkündigung und derFamilie Aldobrandini . Aber wir können nicht unerwähntlassen, daß nach seinen Planen der Chor, der runde Theil^ und die Kuppel von St. Andreas della Valle, eine der