Band 
Zweiter Band.
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Jnigo Jones.

der königlichen Gebäude erledigt wurde, zu welcher er be-rufen ward. Bei'm Antritt derselben legte er einen Beweisvon einer seltenen Uneigennützigkeit ab. Sein Vorgängerhatte unter außerordentlichen Umständen seine Verwaltungmit einer bedeutenden Schuldenlast beschwert. Als der ge-heime Rath den neuen General-Inspektor um seine Meinung,über die Mittel befragte, wie diese Schuld zu tilgen sei,erbot sich Jnigo Jones nicht nur, in Allem, was ihn selbstanging, ohne Emolumente zu dienen, sondern beredete auchalle diejenigen, die ihm beigegeben waren, das Nämlichezu thun, bis die Schuld gänzlich getilgt sei; und so wurdees möglich, die Rückstände zu bezahlen.

Walpole glaubt, daß man die Aufführung der Gebäudedieses Architekten, deren Geschmack weniger rein ist undnoch etwas Gothisches an sich hat, in die Zeit zwischen sei-ner ersten und zweiten Reise nach Italien setzen müsse.

Im Jahre 1620 kam der König, welcher eben zu Wil-ton, einem Schlosse des Grafen von Pembrock war, aufden erstaunlichen Steinhaufen, genannt 8tovo Hengo, inder Ebene von Salisbury bei Wilton zu sprechen. LordPembrock ließ Jnigo Jones rufen, welchem der König be-fahl, Untersuchungen anzustellen und ihm^ seine Meinungüber den Ursprung von Stone mitzutheilen. Er

begab sich sogleich ans Werk, begann mit vielen Mühen undKosten die Fundamente dieser Masse zu untersuchen und aus-messen, um die ursprüngliche Form derselben, wenn nicht zuentdecken, doch vielleicht zu errathen, und glaubte endlicheinige Aehnlichkeit zwischen dieser Art von Denkmal und denalterthümlichen Gebäuden aufstellen zu können, deren Ruinener in Italien studirt. Den Kopf ganz voll von jenen alter-thümlichen Ueberresten und den Größen Roms, schloß ernach vielen Beweisgründen, gestützt auf viele Autoritäten,daß die fragliche Masse ein römischer Tempel gewesen seyn