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Jnigo Jones.
In diesem Werke kann -man am Leichtesten das Genieund den Geschmack dieses Architekten würdigen. Um einerichtige Idee von demselben zu fassen und zu geben, besitzenwir die Plane und Aufrisse dieses unermeßlichen Gebäudes,gesammelt von M. Kent, in dem im Großen gestochenenWerke Jnigo Jones; und noch glücklicher hat sich in London ein bedeutendes Bruchstück dieses unvollendeten Palastes er-halten, welches sich in Mitte dieser Stadt glänzend, wie dieArchitektur des alten Louvres in Paris , erhebt.
Man kann behaupten, daß nie ein größeres und pracht-volleres Gesammtganzes von einem Palaste durch irgend einenArchitekten in irgend einem Lande erfunden und entworfenworden. Wenn die Unfälle der Zeit die Ausführung desselbennicht unterbrochen, könnte London sich rühmen, das Meister-stück der neueren Paläste zu besitzen. Leider kann man gegen-wärtig nur noch nach den Zeichnungen von dieser großenErfindung urtheilen.
Nichts ist in der That größer, nichts regelmäßiger, nichtseinfacher und doch zugleich mannigfaltiger, als der von JnigoJones erfundene Plan. Man stelle sich ein großes Viereckvor, dessen Raum in drei gleiche Theile getheilt ist. DerMittlere ist blos ein unermeßlicher Hof, welcher sich querdurch den ganzen Palast zieht. Die beiden Seitentheile be-stehen jeder aus drei Höfen, die mit Gebäuden umgeben,deren Massen sich mit einiger Abwechselung entsprechen.
Der Aufriß des Ganzen bietet in den vier Fanden seinesAeußern die vollkommenste Symetrie dar. Jede besteht ausMassen von Gebäuden, an welchen das allgemeine und ein-förmige Motiv der Aufrisse und Säulenordnungen manchmalmit vielem Geschmacke durch gewisse Abwechselungen von vor-und rücktretenden Massen des Gebäudes, durch verschiedeneHöhe der Aufrisse unterbrochen wird. Das Innere, demnämlichen Systeme von Mannigfaltigkeit entsprechend, scheint