Band 
Zweiter Band.
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Jaques de Brosse.

Florentinischen Architekten zum Modell hätte dienen können,muß man gestehen, daß die beiden Gebäude sowohl in demallqemeinen Plan, 'als in dem Ganzen der verschiedenenAufrisse und im Aeußern wie in den inneren Einthcilungenfast gar keine Aehnlichkeit mit einander haben.

De Brosse, auf welchen die Wahl der Königin gefallen,vernachlässigte Nichts, ihr zu entsprechen. Er überreichteihr mehrere Projekte. Dasjenige, dem sie den Vorzug gab,wurde auf ihre Befehle den angesehensten Architekten, sowohlin Italien als in anderen Ländern, mitgetheilt, um ihreBemerkungen darüber einzuholen. Es scheint, daß diese sehrehrenvoll für ihn ausgefallen. Als Bernini während seinesAufenthaltes in Paris dieß Gebäude beendigt sah, gestander, daß man nirgends einen besser gebauten noch regelmäßi-gem Palast finde.

Die größte Länge des Palastes Luxemburg ist 180 Fuß;die geringste, das heißt: die der Fa^ade gegen die dort aus-kaufende Straße 150. Sein Plan bildet ein beinahe voll-kommenes Viereck, dessen sämmtliche Theile unter sich imschönsten symetrischcn Verhältnisse stehen (man spricht hiervon dem allgemeinen Plan, vor den durch die neuen Be-stimmungen eingetretenen Modifikationen). Seine Einfachheitentspricht seiner Regelmäßigkeit. Er besteht in einem sehrgroßen, mit Hallen umgebenen Hofe, an dessen Ecken sichvier viereckige Gebäude befinden, die man Pavillons nennt.Die großen und geräumigen bedeckten Gallerten, welche umdas ganze Gebäude herumlaufen, gewähren ihm ein großes,prachtvolles Ansehen. Die wenigst glückliche Partie der all-gemeinen Anordnung besteht gegen den Garten hin, in derWiederholung der zwei Pavillons, welche auf dieser Seitedie Fa^ade bilden. Diese beiden großen Pavillons, welchezu nahe an den zwei übrigen, diese zu verdoppeln scheinen,theilen sich bei ihrem Anblicke eine wechselseitige Schwere