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Jaques de Brosse.
Die erste Etage zählt acht dorische Säulen, wovon sichzwei auf jeder Seite befinden, die mit einem Sechstel ihresUmfangs eingemauert sind. Die vier Säulen, welche denmittlern Vorbau bilden, sind Wandsäulen an Pilastern. DerVorsprung dieses Vorbaues, in dessen Mitte der Eingang indas Schiff der Kirche ist, hat de Brosse veranlaßt, ihn miteinem dreieckigen Giebel zu zieren. Diese dorische Ordnungentspricht sehr dem Geschmacke Vignola's und den von ihmvorgeschriebenen Verhältnissen. Ohne etwas von der Strengeder alten griechisch-dorischen Ordnung an sich zu haben, welchedamals unbekannt war, kann man nickst in Abrede stellen,daß sie den ihr nach der modernen Skala der Säulenordnun«gen zukommenden Charakter von Kraft und Ernst besitzt.
Die mittlere oder jonische Säulcnordnung erhebt sich nachdem nämlichen Plane, wie die dorische. Ihr Hauptunter-schied besteht in ihrem Gesimse. Das der dorischen Ordnungist über dem Portikus des Eingangs fortlaufend; in der ioni-schen springt es über dem großen Fenster, welches der Thüreentspricht, hervor, und die Piedestale theilen die Vorsprängedes Gesimses.
Die obere oder korinthische Säulcnordnung ruht auf einemPiedestale, dessen Verhältniß zwischen: dem Drittel und demViertel der Säule ist. Die Composition dieser dritten Etagebesteht blos in vier, ebenfalls durch ein großes gebogenesFenster getrennten Säulen, welche senkrecht über den der beidenunteren Etagen stehen. Diese Anordnung bringt in dem Gan-zen des Portals einen pyramidalen Effekt hervor, welcher durchden Bau der Kirche selbst eingegeben zu seyn scheint.
Es wäre, wie schon gesagt, unnütz und vielleicht sogarungerecht, das Werk unseres Architekten einer Censur derDetails unterziehen zu wollen, welche diese Art von Portalnicht verträgt, und die besonders dieses hier weit wenigerverdient, als Andere. Man muß unwillkürlich anerkennen,