Band 
Zweiter Band.
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Le M e r c i e r,

gebore» zu Pontoise, gestorben zu Paris im Jahre

1660.

Es verhält sich, hinsichtlich der Kunstproduktionen und derGaben des Genies, mit dem Leben der Nationen beiläufigwie mit dem Leben des einzelnen Menschen: es hat ebenfallsseine Alter, und jede seiner Perioden hat ihre Eigenthümlich-keiten. Wie in dem menschlichen Leben gibt es ein Alter, woman berechnet, ohne zu produziren. Eben so sieht man beijedem Volke in den Perioden, welche das Genie der Künstedort zu durchlaufen hat, eine Zeit, wo die Männer von Ta-lent und die großen Werke sich vermehren, ohne daß man*darauf besonders achtet noch ein Verzeichnis« darüber führt,und wieder eine andere Zeit, wo man ihre Geschichte schreibt(denn man schreibt blos eine Geschichte über das Vergangene):dieß ist nun das Zeitalter der Beschreibungen, der Kritiken,der Biographien.

Nachdem die kleinen Staaten, in welche Italien getheiltist, sich durch die Talente, die jeder derselben hervorgebracht,die Palme des Genies in den Künsten streitig gemacht, schei-nen sie auch mit einander in der Sorgfalt gewetteifcrt zuhaben, das Andenken und die Ruhmtitel der Männer, diesie in einem vergangenen fruchtbaren Zeitalter verherrlicht, zubewahren und aufzuzeichnen. Nicht so war es in Frankreich :es fehlen uns die ersten biographischen Notizen über eine ge-wisse Anzahl geschickter Männer, die sich dem JahrhundertLudwigs XIV. angeschlossen zu haben scheinen.

II.

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