Band 
Zweiter Band.
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Christoph Wren.

von Concerten gegeben. Es wurde auf Kosten Gilbert Shel-dons, Erzbischof von Canterbery und Kanzler der UniversitätOxford im Jahre 1664 begonnen und im Jahre 1669 been-digt. Dieses Gebäude, welches sowohl auf seinen Stufen alsauf seinen Tribunen vier tausend Personen fassen kann, würdeein regelmäßiges Oval bilden, wenn die Seite gegen dieBodlejanische Bibliothek hin nicht in gerader Linie erbautwäre. An dieser letzten Fa^ade biedet es im Erdgeschosse einsehr schönes Frontispice mit Säulen und Pilastern korinthischerOrdnung dar. Vier ähnliche Pitaster tragen in der oberenEtage einen Giebel. Der runde Theil, von dem man ge-sprochen, ist im Erdgeschosse in Arkaden, über welchen sichviereckige Fenster befinden. Eine runde Einfassung dient dieserSeite des Gebäudes zur Einschließung und bildet eine sehrglückliche Verzierung. Auf einer kleinen, nach dem nämlichenPlgne, das heißt, zirkelförmig erbauten Mauer in der Höheeiner Brustlehne erheben sich vierzehn große Termen mit kolos-salen Büsten von Philosophen. Diese viereckigen Termen sindmit ihrem untern Theile in der kleinen Stützmauer einge-mauert, auf welcher Gitter befestigt sind, die sich von einerTerme zur Andern erstrecken, die ihnen zu Stützpunkten dienen.

Unter die Denkmäler Wren's, welche Celebrität erlangt,muß man die Kirche von St. Stephan von Wallbrock zählen,die man gegenwärtig in Hinsicht auf Kunst und Geschmackals eine seiner empfehlungswürdigsten Schöpfungen rühmt,obgleich das Werk nur von mittelmäßiger Wichtigkeit ist. Sieverdient in der That erwähnt zu werden, besonders zu Lon-don , wo mit Ausnahme der gothischen Kirche von Westmünsterund der St. Paulskirche, fast alle Uebrigen auderwärts hin-sichtlich ihres Umfangs nur für Kapellen gelten würden. DieSt. Stephanskirche zeichnet sich durch die Eleganz ihres Schif-fes mit zwei übereinander befindlichen Reihen von Säulenund Pilastern korinthischer Ordnung aus, welche ein Gewölb