Band 
Zweiter Band.
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268 Filippo Jvara.

ihm seinen Namen mitgetheilt, mußte ihm ein neues Interesseverleihen.

Den Namen Superzs erhielt ein Berg anderthalb Stun-den von Turin , weil dieser Ort, sagte man, auf dem Rückender Berge liegt (super ter^u moutiuur). Die Kirche unddas dabei befindliche Kloster werden aus allen Gegenden derStadt wahrgenommen. Auf diesem erhabenen Punkte verab-redeten Victor Amadcus und der Prinz Eugen den Vertheirdigungsplan von Turin , welches im Jahre 1706 von denFranzosen belagert wurde. Victor Amadeus that ein Gelübd,zur Dankbarkeit gegen Gott auf eben dieser Stelle einenprächtigen Tempel zu erbauen, wenn der Angriff, den er imSchilde führte, glücklich ausfallen und er die Franzosen zwin-gen würde, die Belagerung aufzuheben. Er siegte; Turin und ganz Piemont wurden befreit und der Fürst beschloß,sein Gelübd zu erfüllen. Indessen wurde das Gebäude erstim Jahre 1715 von Jvara begonnen nnd im Jahre 1731vollendet.

Wenn man die Gründe nicht kennt, von welchen wir ebenRechenschaft abgelegt, so kann man es seltsam finden, daßman an einem so öden Orte ein so prachtvolles Gebäudeaufgeführt. Aber der Zweck des Stifters war, Gott einDenkmal der Dankbarkeit darzubieten, welches sowohl dieWohlthat als seinen Urheber verkündige. Die Erhabenheit derLage, der höchsten auf der Hügelkette, welche den Po begränzt,schien einen Gegenstand der Bewunderung mehr und eindoppeltes Mittel darzubieten, die religiösen Absichten desKönigs zu offenbaren.

Jvara entwarf demnach einen Plan, geeignet, mit der Votivrkirche ein, sowohl zum Dienste derselben, als zugleich zu einemSeminarium bestimmtes Congregationshaus zu verbinden.

Man kann diesen Plan nicht genug beloben. Er begreiftein Gesammtganzes von beiläufig 500 Fuß in der Länge auf