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Untersatz bildeten, waren durch Massen künstlicher Felsen ver-deckt, die aus dem Grunde des Flusses emporzusteigen schie-nen. Acht Treppen führten auf eine Terrasse, deren Ober-fläche der Saal einnahm. Dieser bestand ganz in Arkaden,von welchen Lüstres in farbigen Transparenten herabhingen.In der Mitte des Gebäudes erhob sich eine isolirte Säulemit ähnlichen, nach Etagen geordneten Transparenten. DasInnere dieses großen Saales war amphitheatralisch mit Stu-fen umgeben, welche für die Musikanten bestimmt waren.Ludwig XV. und sein ganzer Hof beehrten dieses Fest mitihrer Gegenwart und mehr als achtzigtausend Zuschauer könn,ten demselben bequem beiwohnen.
Im Jahre 1755 wurde Servandoni an den Hof desKönigs von Polen und Churfürsten von Sachsen berufen.Er verfertigte dort die Dekorationen zu der Oper Aetius .Der glückliche Erfolg erwarb ihm außer einem ansehnlichenGeschenke eine Besoldung von zwanzigtausend Livres mit demTitel eines arcsiitect-ckecorateur Sr. polnischen Majestät.
Aber Werke von einer langem Dauer sollten Servandoni einen minder flüchtigen Ruhm und einen ehrenvollen Rangim Reiche der schönen Künste sichern. Ein großes Denkmal,die Kirche von Saint-Sulpice, wurde zu Paris im Jahre1646 nach den Zeichnungen Le Veau's begonnen und imnämlichen Jahre von der Königin Anna von Oestreich, derdamaligen Regentin des Königreichs der erste Stein dazu ge-legt. Die im Jahre 1678 unterbrochenen Arbeiten wurdenerst im Jahre 1718 unter der Leitung Oppenord's , General-Direktors der Gebäude und Gärten des Herzogs von Orleans,damaligen Regenten des Königreichs wieder angefangen. Die-ser Architekt stand zu jener Epoche als Zeichner in großemAnsehen. Wenn man aber die Sammlung seiner in Kupfergestochenen Werke zu Rathe zieht, so bemerkt man in ihmunwillkührlich, gleichviel in welchen Grade, einen jener zahl-