Band 
Zweiter Band.
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Lodovico Vanvitelli.

Art machten, daß man ihn unter die geschickten Maler da-maliger Zeit zählte, und da er bereits unter Jvara dieArchitektur studirte, gab er alle Hoffnung, daß er seinenMeister übertreffen werde.

Auf diese Voranzeigen hin nahm wirklich der KardinalSaint Clemens keinen Anstand, ihn nach Urbino zu führen,um den Palast Albani zu restauriren. Dort wurde Vanvi-telli mit der Erbauung der St. Franziskusr und der St.Dominikuskirche beauftragt. Und da sein Ruf wie seinTalent gleich frühe gereift, wurde er in einem Alter vonsechs und zwanzig Jahren zum Architekten der St. Peters-kirche ernannt.

Diese große Basilika war zwar, was ihre Construktionbetraf, seit sehr langer Zeit vollendet. Aber ihre Dekorationforderte noch große Arbeiten. Dahin gehörten die herrlichenMusivmalereicn, welche ihre Kapellen zieren und dort dieberühmtesten Gemälde in, dem Lokale angemessenen Maaßenersetzen, welche die meisten Originale nicht erreichen. Van-vitelli wurde beauftragt, mehrere derselben zu kopiren, umsie dann in Mosaik übertragen zu lassen.

Von nun an nahm er Theils in der Wirklichkeit, Theilsdurch seine Projekte an allen großen Arbeiten seiner EpocheTheil. Dem Nikolaus Salvi in der Leitung des Wasserszur Fontaine von Trevi beigesellt, theilte er dessen Beschwer-den. Er selbst berichtet uns in einer der von seiner Handgeschriebenen Denkschriften, welche die Akademie von St.Lukas in Rom aufbewahrt, daß er freiwillig mit vielen an-deren Architekten zu dem Projekte des großen Portals vonSt. Johann von Lateran konkurirt. Zwei und zwanzigZeichnungen wurden in einem Saale des Ouirinals demUrtheile der Akademiker vorgelegt. Die Projekte Vanvitelli's und Nikolaus Salvi's erhielten den Vorzug. Aber der Papstwählte das Projekt Galilei's , übertrug Salvi die Fontaine