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Lodovico Vanvitelli.
Raum, den man auf neun Stunden schätzt. Die Quellen,wo man dasselbe zu fassen genöthigt war, liegen zwölf italieni-schen Meilen östlich von Caserta . Man mußte fünfmal Bergedurchbrechen: das Erstemal einen Raum von 1100 Toisen inTufstein; das Zweitem«! eine Länge von 950 Toisen inBruchsteinen; das Drittemal eine lehmige Erde und hieraufeinen lebendigen Felsen von einer Länge von 350 Toisen,und endlich den Berg von Caserta selbst, 250 Toisen lang.Dreimal mußte man die Leitung auf Brücken durch Thälerführen. Die Erste, im Jahre 1753 am Fuße des Taburnoerbaut, besieht in drei Bogen; die Zweite, im Thale vonDurazzano, ist ebenfalls aus drei sehr hohen Bogen gebildet; ^die Dritte endlich, die von Gazzano genannt, durchschreitetein Thal, wo das größte Werk ausgeführt wurde, welchesman vorzugsweise die Wasserleitung von Caserta nennt. Siebesteht aus einer Brücke von drei Etagen nnd hat 1618 Fußin der Länge und 178 Fuß in der'Höhe. Seit den Römernist nichts Größeres ausgeführt worden.
Die untere Reihe Arkaden besteht aus neunzehn, diemittlere aus sieben und zwanzig und die obere aus drei undvierzig Bogen. Die Pfeiler der unteren Bogen sind unten32 und oben 18 Fuß dick. Diese Bogen sind 44 Fuß hoch;die der mittlern Etage sind etwas höher und die Höhe derobern beträgt 52, die ganze Höhe 178 Fuß.
Diese ganze Construktion besteht aus Tufsteinen mit Streifenvon Ziegelsteinen. Die Pfeiler sind durch Widerlager verstärkt,welche dem Werke eine große Solidität geben, aber auch denAnblick etwas entstellen. Man wäre versucht, die Anwendungderselben zu tadeln, wenn man nicht dächte, daß bei Werkendieser Art die Berücksichtigung der Solidität allen anderenBetrachtungen vorging.
Die Wasserleitung von Caserta hat in der ganzen Länge,die sie durchläuft, 21,133 Toisen. Das Gesäll für das
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